Donnerstag, 31. März 2016

Ein kleiner Rück - und Ausblick

Jetzt ist das Jahr 2015 tatsächlich schon vorbei und der letzte Blogeintrag von uns liegt Monate zurück. Irgendwie gab es in den ersten Monaten und Jahren mehr von Meilensteinen und Entwicklungsschritten zu berichten. Mittlerweile ist man so im Familienleben und Alltag angekommen, dass man nicht mehr darüber nachdenkt, einen Blogpost zu schreiben. Aber wir dachten uns, dass es wenigstens eine vorerst letzte Meldung geben sollte und dies nehmen wir nun zum Anlass die letzte Zeit etwas Revue passieren zu lassen. 



Das letzte Jahr verging auf jeden Fall wie im Fluge ... wir waren viel unterwegs, haben schöne Momente mit lieben Freunden verbracht, durften tolle Urlaube verleben und viel Familienzeit genießen. Emma ist nun schon 6 Jahre und wir staunen ganz oft, wie selbständig sie schon sein kann. Sie ist eine tolle kleine Künstlerin und überrascht uns ständig mit neuen Mal- oder Bastelwerken. Sie hat viel Humor und bringt uns oft zum Schmunzeln. Auch in Situationen, in denen man lieber ernst bleiben sollte :-) Sie wird von Tag zu Tag selbstbewusster und man merkt ganz deutlich, dass sie eine eigenständige kleine Person ist, die auch ihre Vorstellungen und Wünsche hat. Sie kann manchmal ziemlich bestimmend und fordernd sein, ist aber gleichzeitig sehr hilfsbereit und sozial. Meistens läuft alles sehr harmonisch mit ihr, aber ab und an will sie ihren Kopf auf Biegen und Brechen durchsetzen und dann wird es schon einmal anstrengend. Aber meistens ist sie doch ein kleiner Sonnenschein, kuschelt noch immer gerne mit uns und stellt unser Leben auf positive Weise auf den Kopf.




Die ersten Wackelzähne gab es schon und auf der Kreuzfahrt im Dezember hat sich tatsächlich ein kleiner Junge in unsere Motte verguckt. Er startete mit Hilfe seine Mama über Facebook eine Suche nach Emma, da er sie so vermisst hatte und unbedingt wiedersehen wollte. Die Familie lebt allerdings in Freiburg und mit einem Treffen klappt das natürlich nicht so einfach, wie von dem kleinen Charmeur gewünscht. Aber vielleicht machen sie mal einen Kurztrip nach Berlin und es gibt ein Wiedersehen. 



Ganz aktuell hat Emma das Seepferdchen-Schwimmabzeichen bekommen und macht das wirklich ganz toll. Sie hat absolut keine Angst vor Wasser oder auch tieferen Stellen im offenen Meer. Selbst das Schnorcheln hat hervorragend geklappt und man merkt wirklich, dass unser Mädchen gar nicht mehr so klein ist. 




In wenigen Monaten kommt sie in die Schule und wir sind gespannt, wie sie diesen neuen Lebensabschnitt meistern wird. Sie ist auf jeden Fall ein neugieriges Kind und wird sich bestimmt behaupten können. Buchstaben und Zahlen kann sie schon lange schreiben und es gibt auch einige Wörter, die sie in Büchern erkennt und "liest". Aber ich denke, wir lassen uns alle überraschen, was da noch auf uns zukommt. 

Sonntag, 20. März 2016

Karibik - What a feeling ….

Vor Beginn der Schulzeit wollten wir uns noch einen kleinen Traum erfüllen und buchten eine Kreuzfahrt durch die nördliche und südliche Karibik mit der Mein Schiff 3. Im März 2016 war es dann endlich soweit und wir durften endlich die lang erwartete Reise antreten. Nun sind wir schon wieder zurück und können nur sagen ... es war traumhaft.  Das Schiff war wie immer toll, dazu herrliches Wetter und viele wunderbare Ausflüge - da kann man nicht meckern. Wir sind auf jeden Fall absolut entspannt und hatten eine geniale Zeit. Emma hatte viel Spaß im Kidsclub und war mega traurig, als die Reise zu ende war. Hier mal eine kurze Zusammenfassung unserer Route:

Dominikanische Republik - Wir starteten in Berlin Tegel und flogen dann über München nach La Romana. Nach über 10h landen wir mit etwas Verspätung und sind doch leicht ko. Aber es erwartet uns Sonnenschein, eine tolle Balkonkabine und 14 Tage Urlaub- Viel mehr als ein kurzer Rundgang, Abendessen und die Seenotrettungsübung waren dann allerdings nicht mehr drin. Nach fast 24 h auf den Beinen fallen wir dann schließlich erschöpft ins Bett.

Seetag - Wir schlafen tatsächlich bis 6:30 Uhr und starten relativ ausgeruht in den Tag. Während das Kind nach dem Frühstück im Kidsclub verschwand, genossen wir die Sonne auf die Pooldeck und hatten insgesamt einen entspannten Tag. Tine gönnte sich noch eine Massage mit Peeling im Spa und abends gab es Cocktails und die Show im Theater. 



Aruba - Wir legten einen Strandtag ein und nahmen den öffentlichen Linienbus zum Eagle Beach. Das Meer war herrlich blau, der Sand weiß, aber ein wenig Kulisse fehlte irgendwie. Keine Palmen am Strand und die Straße in direkter Nähe. Liegen und Sonnenschirm waren ziemlich teuer, aber wir genossen trotzdem das Wasser und das Kind war glücklich beim Buddeln. Am Nachmittag machten wir noch einen kleinen Bummel durch Oranjestad. Viel zu sehen gab es nicht, zumal am Sonntag alle Geschäfte geschlossen waren. 


Curacao - Wir machten eine Inselrundfahrt mit einem deutschen Auswanderer. Wir haben viel gesehen, aber er war leider etwas wortkarg. Wir konnten Flamingos in freier Wildbahn erleben, einen 800 Jahre alten Baum bestaunen, die raue Küste erleben, den weltbekannten Likör probieren und einen traumhaften Strand besuchen. Aber Curacao ist eine recht karge Insel, hat uns nicht so gut gefallen. Obwohl der Hafen von Willemstad echt schön ist mit den bunten Häusern. Leider hatten wir keine Zeit mehr für einen kleinen Stadtbummel. 






Seetag - Hier gibt es nicht viel zu erzählen, wir haben einfach den Tag an Bord in vollen Zügen genossen, Sauna, Sport, Pool, Cockails, etc. Mittags fand noch der Seeräuberschmaus vom Kidsclub statt und natürlich durften wir da nicht fehlen, denn Sharky das Maskottchen treibt immer sein Unwesen mit den Kindern. 


Tobago - Eine deutsche Auswanderin zeigte uns in kleiner Gruppe diese wunderschöne, üppig, grüne Insel und wir hatten einen tollen Tag. Ein Strandbesuch war auch mit dabei und die Insel hat uns wirklich gut gefallen. Ganz anders als die bisherigen Inseln. Auf dem Rückweg zum Schiff nutzen wir noch die Gelegenheit und ließen Emma eine typisch karibische Frisur verpassen. Es dauerte 50 min bis alle Haare eingeflochten waren und es sah wirklich sehr süß aus. Die bunten Perlen sahen so aus, als ob sie einen Haarreifen trug. 





St. Lucia - Wir entschieden uns für einen Strandausflug mit dem Kidsclub. Da an dem vorgesehenen Strand die Wellen 2m hoch schlugen, musste kurzfristig umorganisiert werden und alles war etwas durcheinander. Die Insel machte einen hübschen Eindruck, aber der besuchte Strand war jetzt nicht so berauschend. Aber wir hatten einen entspannten Tag, da Emma mit den anderen Kindern beschäftigt war. 




Barbados - Wir hatten im Vorfeld eine Tour bei Sail Calabaza gebucht. Absolut zu empfehlen, es war wohl der beste Ausflug der gesamten Reise. Wir sind mit 12 Erwachsenen + Emma und Crew mit einem Katamaran entlang der Küste gestartet und haben dann zwei Schnorchelstopps eingelegt. Wir konnten mit Meeresschildkröten schwimmen, Schiffwracks bestaunen und karibische Hausmannskost probieren. Alles war total relaxt und genau unser Ding.








Seetag - Wir merken, dass wir uns auf die Tage an Bord immer richtig freuen. Man kann ausschlafen und all die Annehmlichkeiten auf dem Schiff nutzen. 

Dominica - Ein großartiger Ausflug mit einer Dame, die vor 16 Jahren von Stuttgart aus ausgewandert ist. Wir sind durch den Regenwald marschiert, haben einen Wasserfall gesehen, frisches Obst probiert, an einem Strand ein typisch karibisches Mittagessen gehabt und in heißen Quellen umgeben von Natur gebadet. Dazu wurde eine Menge erzählt, wir hatten Spaß mit der gesamten Truppe und der Fahrer war auch echt auf Zack.






Guadeloupe - Wir haben einfach nur einen kurzen Bummel durch die Stadt gemacht, während Emma an Bord geblieben ist. Wir fanden es nicht sehr aufregend und wir sind relativ bald wieder zurück und haben lieber noch etwas Zeit am Pool verbracht. 


Antigua - An diesem Tag haben 4 große Pötte angelegt und es wurde schon überall recht voll. Wir sind mit dem Sammeltaxi zum Valley Church Beach gefahren und hatten einen schönen Strandtag. Allein die Fahrt zum Strand war schon gut, denn überall sah man die typisch bunten karibischen Häuser. Die Farben in der Karibik sind einfach so schön fröhlich. 




St. Maarten - Wir haben wieder ein Sammeltaxi bemüht und sind zum berühmten Maho Beach gefahren, um ein paar Flugzeuge hautnah zu erleben. Hat uns wirklich gut gefallen dort. Man konnte gut baden und nebenbei einfach das Treiben beobachten. Am Nachmittag gab es noch ein kleines Highlight für Emma. Sie durfte zur Sharky-Schwimmprüfung antreten. Neben Reinspringen, tauchen und 25 m schwimmen musste sie noch andere kleine Aufgaben meisten und wurde schließlich mit einer Medaille belohnt. Sie war megastolz und ganz gerührt. 



Seetag - Ich hatte noch eine Massage, Emma hat im Bordatelier ein Kunstwerk gemalt und durfte später noch für das Tui-Filmteam für einen Imagefilm vom Kidsclub für den Blog vor die Kamera. Wir sind gespannt, wie der Spot wird und wann er zu sehen sein wird. Am Abend gab es dann bittere Träne, als sie sich vom Kidsclub und den Betreuern verabschiedete.  


Dominikanische Republik - Da wir erst am Nachmittag abgeholt wurden, nutzten wir den Tag noch einmal, um etwas Sonne zu tanken. Tja und dann waren 2 Wochen doch schon rum und es ging leider zurück nach Deutschland. Es war wirklich eine tolle Zeit und die Karibik wird uns definitiv wiedersehen. Tui Cruises sowieso, denn die nächste Kreuzfahrt ist für den Herbst geplant. 

Freitag, 29. Mai 2015

Mein Schiff - Klappe die 3.

Eigentlich wollten wir dieses Frühjahr gar nicht mehr verreisen, aber die Zeit zwischen der letzten Kreuzfahrt im November 2014 und der bereits geplanten Tour im März 2016 erschien uns einfach zu lange. Also haben wir doch einmal die Angebote gecheckt und sind über die perfekte Kreuzfahrt gestolpert. Eine sehr interessante Route mit An- und Abreise an Samstagen und dazu noch über den 1. Mai, so dass wir sogar einen Urlaubstag sparen konnten. Am 25. April war es dann endlich soweit und schon morgens um 6 Uhr startete unser Flieger nach Palma de Mallorca. Auf der Insel angekommen, standen auch schon die Transferbusse zum Schiff bereit. Der Check-In dauerte trotz der frühen Ankunft etwas, aber schließlich durften wir die Mein Schiff 1 betreten. Wir genehmigten uns erst einmal ein kleines Frühstück bevor wir uns auf eine erste Entdeckungsrunde machten.  Im direkten Vergleich zur Mein Schiff 3 ist es nicht ganz so modern und es kam uns an manchen Ecken schon etwas in die Jahre gekommen vor. Die Kabinen wirken durch die Orangetöne und das dunklere Holz einfach etwas altbacken. Aber trotzdem war es allgemein gut in Schuss und wir haben uns sehr wohlgefühlt. Wir hatten jetzt auch nicht das Gefühl, dass es sehr reparatur- oder renovierungsbedürftig wäre. Im Gegensatz zur Mein Schiff 3 wirkt es eben etwas gediegener. Auch Mitreisende, die vorher immer mit der Aida unterwegs waren, meinten das Schiff wirke dagegen etwas langweiliger. Die Aida-Flotte wäre halt farbenfroher. Aber es ist weder heruntergekommen oder schäbig. Einfach etwas unmoderner in der Ausstattung. Spa und Sport-Bereich sind aber sehr einladend und auch an den Bars kann man sich richtig wohlfühlen. Wir würden es bei entsprechender Route auch wieder buchen. Der erste Tag verlief für uns relativ unspektakulär, aber wir fühlten uns auf Anhieb wohl. Für Emma gab es noch einen kurzen Abstecher bei den Whirlpools und natürlich einen Besuch im Kidsclub.  Abends mussten wir dann noch die Seenotrettungsübung hinter uns bringen und danach ließen wir noch kurz das Auslaufen auf uns wirken, bevor wir auch schon ziemlich müde auf der Kabine verschwanden.

Über Nacht machte sich das Schiff auf den Weg nach Valencia und nach dem Frühstück gingen wir auch direkt von Bord, um einen kleinen Landgang zu unternehmen. Im Hafengebäude gab es eine kleine Tourismusinformation und dort erfuhren wir, wie einfach man mit dem Linienbus ins Zentrum fahren kann. Eigentlich wollten wir einen Hop-on Hop-off Bus buchen, aber der Linienbus tat es auch. Zumal Emma frei war und eine Fahrt nur 1,50 € kostete. Wir nahmen die Nr. 95 und die Route führte uns direkt vorbei am ozeanographischen Museum und der sogenannten Stadt der Wissenschaft und Künste. Auf dem Rückweg wollten wir da eigentlich noch einen Fotostopp einlegen, aber Emma war da etwas knatschig und extrem müde. Immerhin konnten wir einen Blick auf die beeindruckende Architektur werfen. Die Busroute führte uns dann vorbei an einer Art grünen Gürtel, der sich durch die Stadtmitte von Valencia zog. Wir stiegen dann auch in der Nähe von dieser grünen Oase aus und machten uns auf den Weg zum Gulliver Park. Wir hatten im Vorfeld davon gelesen und wenn man mit Kindern reist, ist es ein perfekter Ort zum Toben, Klettern und Entdecken. Allerdings war die Laune schon kurzzeitig auf dem Tiefpunkt, als wir einfach keinen Zugang zum Spielplatz fanden und auch nirgends etwas über Öffnungszeiten entdecken konnten. Aber schließlich fanden wir den Haupteingang und die Info, dass täglich ab 10 Uhr geöffnet ist. Wir mussten dann noch etwa 15 min warten und dann ging es endlich los. Emma war begeistert und hatte echt einen Riesenspaß. Nach einer Stunde machten wir uns dann aber langsam wieder auf den Weg, um noch etwas mehr von Valencia kennenzulernen. Wir entdeckten eine moderne Markthalle und Emma bekam erstmal ein Eis. Der Preis pro Kugel war mit 2,50 € nicht gerade ein Schnäppchen, aber es war wirklich eine Riesenportion. Etwas gestärkt ging es dann weiter. Die kleinen Gassen gefielen uns wirklich gut, nur leider waren die Geschäfte am Sonntag weitestgehend geschlossen. Irgendwie hatten wir uns auch mit der Strecke etwas verschätzt und waren insgesamt zu viel gelaufen, so dass Emma zurück aufs Schiff wollte. Wir bummelten also nur noch ein wenig durch die Stadt, holten uns zum Mittag eine leckere Paella und nahmen schließlich den Bus der Route 4 zurück zum Hafen. Emma schlief auch glatt ein und so war es wohl die richtige Entscheidung gewesen. Valencia hat uns insgesamt aber sehr gut gefallen und wir können uns durchaus vorstellen, noch einmal für einen Kurzurlaub wiederzukommen. An Bord gönnten wir uns noch ein kleines Mittagessen und suchten uns dann ein Plätzchen, um ein wenig zu spielen und genossen die Sonne auf dem Pooldeck. Später amüsierte sich Emma dann im Kidsclub, während sich Tine im Spa beim Hamam verwöhnen ließ. Abends schauten wir uns dann noch die Show "Rock the Boat" im Theater an und schon war der Tag vorbei.




Am nächsten Morgen legten wir in Barcelona an. Auch hier wollten wir die Stadt auf eigene Faust erkunden. Wir entschieden uns für den örtlichen Hafenshuttlebus und zahlten nur 3 € pro Person für den Roundtrip. Wir stiegen direkt am Kolumbusdenkmal aus und standen ruckzuck mitten in den Ramblas. Wir bummelten ein wenig durch die hübschen kleinen Gassen, schauten den Straßenkünstlern zu und machten einen Abstecher ins Märchenwaldcafe "El Bosc De Les Fades". Eigentlich hatten wir uns noch mehr vorgenommen, aber Emma war nicht so recht zu begeistern und so ging es schneller zurück aufs Schiff als gedacht. Wir hoffen, dass wir irgendwann noch einmal Gelegenheit bekommen, nach Barcelona zu reisen, um dann mehr zu erleben. Es war schon ein wenig schade, aber mit Kindern muss man eben manchmal etwas zurückstecken. An Bord genossen wir wieder ein leckeres Mittagessen und entspannten bei einer lustigen Familienspielrunde. Emma verschwand dann irgendwann im Kidsclub und wir gönnten uns eine kleine Auszeit in der Sauna. Abends stand dann noch die Poolparty auf dem Programm und die ließen wir uns natürlich nicht entgehen. Zumal auch noch ein leckeres Schoko-Früchte-Buffet am Start war. Emma war ganz aus dem Häuschen, da Capt'n Sharky auch mit von der Partie war und seine Späßchen mit den Kindern trieb.






Danach führte uns die Reise weiter nach Frankreich in den Hafen von La Seyne. Hier hatten wir uns für einen Tui-Ausflug nach Toulon entschieden und so fanden wir uns gegen 9 Uhr am Treffpunkt ein. Dort lernten wir dann Nicky und ihre Tochter Kay-Svea kennen und da die Kinder etwa im gleichen Alter waren, entschlossen wir, in die gleiche Gruppe zu gehen. Die Mädels verstanden sich auch gleich auf Anhieb und so erwartete uns ein überraschend entspannter Vormittag. Zuerst ging es mit einem Shuttleboot in den Hafen von Toulon. Dort starteten wir bei schönstem Sonnenschein einen kleinen Rundgang durch die hübschen Gassen. Die Mädels amüsierten sich und wir hatten wirklich Gelegenheit, diesen kleinen Spaziergang zu genießen. Wir schlenderten über den Markt, der vor allem viel Obst und Gemüse anbot und machten dann Halt an einer kleinen Bäckerei, in der unsere Reiseleiterin Kleinigkeiten zum Probieren einkaufte. Das erste Gebäckstück erinnerte zwar etwas an harten Zwieback mit Seifengeschmack, aber das zweite Teilchen war echt ganz lecker. Wir zogen dann weiter durch Toulon und erfuhren ein wenig über die allgemeine Geschichte und bekamen natürlich auch viele Infos zum Thema Kriegshafen, denn Toulon gilt als wichtiger Marinestützpunkt. Zum Schluss unserer Tour kehrten wir noch in ein kleines Restaurant direkt am Hafen ein, um noch ein paar weitere regionale Spezialitäten zu probieren. Es gab eine leckere Käseauswahl, frisches Obst und eine Art französische Pizza. Gestärkt bummelten wir dann noch etwas durch die am Hafen gelegenen Geschäfte und machten uns dann mit dem Shuttleboot zurück auf den Weg zum Schiff. Dort gingen wir es wieder ganz entspannt an und genossen die Vorzüge auf dem Schiff. Während Emma im Kidsclub gut betreut war, ging Tine noch eine Runde zum Zumba und abends ging es mal relativ zeitig zurück auf die Kabine, da nichts Großartiges mehr anstand.




Als nächsten Hafen steuerten wir La Spezia in Italien an. Wir hatten wieder einen Tui-Ausflug gebucht und lustigerweise waren Nicky und Kay auch mit dabei. Also ging es für alle an Bord des Shuttleboots und auf in Richtung Portovenere. Zunächst ging es zügig los, aber leider mussten noch andere Passagiere aufgenommen werden und so zog sich das ganze unschön in die Länge. Die Kinder wurden langsam ungeduldig und wir hatten uns das irgendwie anders vorgestellt. Bevor es dann endlich richtig los ging, war schon eine Stunde ins Land gegangen und die Tatsache, dass immer mehr Leute uns die Sicht auf die hübsche Küstenlandschaft nahmen, trug auch nicht gerade zu besserer Stimmung bei. Aber schließlich erreichten wir den malerischen Küstenort Portovenere und der eigentliche Ausflug konnte starten. Schon auf den ersten Blick zeigt sich Portovenere von seiner schönsten Seite, der Hafen mit seinen bunten Häusern ist ein wahres Postkartenmotiv. Dagegen steht die über dem Ort thronende Festung im schroffen Gegensatz, bietet aber einen ebenso imposanten Anblick. Nach einem ersten kleinen Spaziergang durch die engen Gassen erreichten wir die Festung und erkundeten die alten Burganlagen. Wir stiegen ganz nach oben und hatten einen herrlichen Blick auf die raue und felsige Küste. Danach zog es uns noch einmal in das hübsche kleine Gässchen, welches mit vielen heimischen Spezialitäten lockte. Wir gönnten uns ein Stück frischen Limonenkuchen und kauften Pesto und Gewürzsalze ein. Leider blieb uns nicht viel Zeit, um den Ort noch weiter zu erkunden und so ging es schon bald zurück nach La Spezia. Auf der Rückfahrt hatten wir dann eine bessere Aussicht und konnten das ganze Küstenpanorama noch einmal genießen. Am Abend zog es Emma wieder in den Kidsclub, weil eine Monsterralley über das Schiff auf dem Programm stand. Wir nutzen die Zeit, um einen Cocktail an der Tui Bar zu trinken. Da war gerade Bingo angesagt und wir machten spontan mit, hatten aber leider kein Glück, den mit über 200 € gefüllten Jackpot abzustauben. Witzigerweise düsten die Kinder dann auch einmal kurz durch die Bar und Emma amüsierte sich, uns entdeckt zu haben. Wir holten sie dann später ab, um gemeinsam die Crew-Show anzusehen. Die Besatzung hatte einiges auf die Beine gestellt und bot eine unterhaltsame Show. Nur leider schlief Emma nach etwa 30 min ein und so konnten wir nicht bis zum Ende bleiben.






Weiter ging es nach Civitaveccia, dieser Hafen liegt ca. 70 km vor Rom und die meisten Landgänger zog es natürlich auch in die Ewige Stadt. Uns war der Weg mit Kind aber zu weit und da Rom auch sehr trubelig sein soll, entschieden wir uns, nur zu einem kurzen Stadtbummel durch die eher langweilige Hafenstadt. An der Promenade ist ein kleiner Rummel und Spielplatz zu finden und Emma zuliebe machten wir dorthin noch einen Abstecher bevor es wieder zurück aufs Schiff ging. Dort verbrachten wir dann einen total entspannten und ruhigen Tag, zumal das Schiff wie leergefegt war. Vor allem auf dem Pooldeck war es sehr leer und Emma hatte Spaß beim Toben im Pool. Emma wollte dann schon am Nachmittag in den Kidsclub, weil eine Zirkusshow eingeübt werden sollte und so nutze ich die Zeit für eine Aerobic-Stunde. Da es nur 3 Teilnehmer gab, hatte ich auch keine Chance mich irgendwie zu verstecken und so waren es 45 wirklich schweißtreibende Minuten. Wir holten Emma dann fürs Abendessen ab, bevor sie wieder im Kidsclub verschwand. Die Eltern waren dann später alle zu einer kleinen Zirkusvorführung eingeladen und alle hatten sichtlich Spaß, die vorbereiteten Übungen zu präsentieren. Anschließend machten wir uns zu Tapas + Livemusik auf in die Außenalsterbar. Dort wurden live leckere Tapas zubereitet und jeder hatte Gelegenheit, zu probieren. Auch Emma war total interessiert und schaute dem Koch aufmerksam zu. Danach ging es dann direkt ins Bett.




Dann stand der einzige Schiffstag an und es wurde auch eine ganze Menge an Unterhaltungsmöglichkeiten geboten. Emma wollte schon am Vormittagsprogramm im Kidsclub teilnehmen und so hatte Rico die Gelegenheit an der Kapitänsfragestunde teilzunehmend, während ich mir ansah, was alles aus Obst- und Gemüse geschnitzt werden kann. Schon Wahnsinn, dass dazu eine 7 jährige Ausbildung nötig ist und die Künstler dann über 100 verschiedene Objekte frei aus dem Kopf erschaffen können. Direkt danach sammelte ich unser Kind wieder ein und zusammen ging es ins Restaurant Atlantik. Dort stand der Familien-Seeräuberschmaus auf dem Programm und alles war wunderbar eingedeckt und geschmückt. Für alle Kinder standen Stifte bereit,  es gab Piratengold und Capt'n Sharky trieb jede Menge Schabernack mit den kleinen Gästen bevor das Essen serviert wurde. Durch die mehreren Gänge zog sich das Mittagessen ziemlich in die Länge, aber es wurde für weitere Unterhaltung durch eine kleine Modenschau und einer Seilakrobatik gesorgt. Am Nachmittag war Emma dann wieder in der Betreuung (wir kamen uns schon fast etwas rabenelterlich vor, aber sie wollte immer freiwillig und hat teilweise richtig gedrängelt, dass wir sie abgeben) und wir gönnten uns eine Kleinigkeit vom auf dem Pooldeck aufgebauten Dessertbuffet. Danach ging es für mich direkt in den Spa-Bereich, denn ich hatte noch eine Ganzkörper-Wohlfühlmassage gebucht. Herrlich entspannt trafen wir uns dann alle wieder zum Stammgästetreffen, zu dem wir nach der 3. Kreuzfahrt mit Tui Cruises eingeladen wurden. Es gab Livemusik, ein kleines, aber feines Buffet und man traf Offiziere aus allen Bereichen, um ein paar Worte zu wechseln. Nach dem letzten Abendessen an Bord bummelten wir noch einmal übers Schiff, erledigten die letzten Einkäufe und fanden uns dann zum Abschlussfest im Kidsclub ein. Emma hatte wie auch schon im letzten Jahr am Feenworkshop teilgenommen und nun gab es eine zauberhafte kleine Aufführung für die Eltern. Dann hieß es Abschied nehmen und letzte Fotos zur Erinnerung schießen. Die Betreuer haben wirklich gute Arbeit geleistet und einiges auf die Beine gestellt. Kein Wunder, dass die Kinder so gerne dort bleiben wollten und es so für alle ein aufregende Reise war. Danach begaben wir uns zum Theater, wo die Show "Luna" schon angefangen hatte. Wir fanden noch ein gutes Plätzchen und ließen uns von der beeindruckenden Bühnenshow verzaubern. Zum Abschluss verabschiedete sich noch die komplette Besatzung und erntete viel Applaus. Somit endete leider auch unser letzter Abend an Bord und wir verzogen uns zum endgültigen Kofferpacken auf die Kabine.



Über Nacht liefen wir wieder den Hafen von Palma de Mallorca an und wurden mit herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel begrüßt. Da unser Heimflug erst recht spät am Abend ging, hatten wir noch viel Zeit an Bord. Die Kabine mussten wir zwar wie üblich schon um 9 Uhr verlassen, aber bei dem traumhaften Wetter ließ es sich wunderbar auf dem Pooldeck aushalten. Schon bald nach dem Frühstück suchten wir uns ein schönes Plätzchen und verbrachten noch etwas gemeinsame Zeit mit Nicky und Kay-Svea. Obwohl sie auch nach Berlin zurückflogen, hatten sie einen anderen Flieger erwischt und mussten schon nach dem Mittagessen los. Bis dahin plantschten die Mädels ausgiebig im Pool und waren nicht wirklich aus dem Wasser zu bewegen. Man hatte übrigens bei den beiden Pools die Wahl zwischen Ostseefeeling oder Badewanne. Für die Kinder war das warme Wasser natürlich ideal und sie konnten nach Belieben rein- und rausspringen. Wir genossen den Sonnenschein so lange wie möglich, nutzten dann noch einmal zum Auffrischen die Duschen im Spa-Bereich und verließen schließlich gegen 17 Uhr endgültig das Schiff. Emma war total traurig und hatte ein paar Tränchen in den Augen und auch wir wären am liebsten wieder umgekehrt. Der Urlaub war einfach nur fabelhaft, extrem entspannend und trotzdem sehr erlebnisreich. Wir freuen uns schon, wenn es im Frühjahr 2016 wieder .... alle Mann an Bord ... heißt.