Dienstag, 14. Juli 2009

Beratung - Manchmal ist weniger mehr!

Bei einer gemeinsamen Shoppingtour mit evo-eiskalt kam die Frage auf, wie jemand bei gefühlten 40° C wirklich knochentrocken unter den Achseln bleiben kann. Mit Staunen beobachteten wir die Verkäuferin bei Mexx, die wirklich nicht einen winzigen Schwitzpunkt auf ihrem enganliegenden Shirt hatte. Ich dagegen war wirklich froh, etwas Schwarzes zu tragen und Achselränder so wenigstens optisch wegzumogeln zu können. Wirklich interessant wurde es dann allerdings, als wir in der nächsten Apotheke nach dem Wundermittel mit Aluminiumchlorid fragten, welches eine enorm schweißhemmende Wirkung haben soll. Der Verkäufer erklärte uns dann erst einmal ausschweifend, dass wir da eigentlich jedes gängige Deo benutzen könnten. Ach tatsächlich …. ja klar ist der Wirkstoff in fast jedem Deo drin, aber eben in so geringen Mengen, dass es nicht den von uns erwünschten Effekt hätte. Wir gaben noch nicht auf und fragten wie es mit einer Mischung aussähe, die wohl jede Apotheke anrühren könnte. Das brachte ihn aber nur dazu, mit vielen Worten auf einen Hautarzt zu verweisen und sich weiter in nichtssagenden blabla zu verlieren. Dabei musterte er einen so durchdringend, dass evo-eiskalt sich ein Lachen schon fast nicht verkneifen konnte und ich echt nicht mehr wusste, wie ich diesem irren Blick standhalten sollte. Nach unendlich zähen Minuten schafften wir dann irgendwie den Absprung und konnten lachend den Laden verlassen.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Rückblick 07.07.2008

Eigentlich ein ganz normaler Montag mit der Aussicht auf eine neue Arbeitswoche, aber für mich geht’s heute nicht ins Büro. Nein, ich sitze neben meiner gepackten Tasche und warte bis wir uns zur Tagesklinik auf den Weg machen. Die Fahrt dorthin verläuft eher schweigend, jeder hängt seinen eigenen Gedanken nach. Schnell die Anmeldung über die Bühne gebracht, Rico drückt mich noch einmal fest und dann nehme ich im Wartezimmer platz. Um mich herum sitzen 2-3 sehr junge Mädchen und ich überlege, welches davon wegen einem Schwangerschaftsabbruch hier ist. Dabei wird mir schmerzlich bewusst, wie glücklich ich doch über eine intakte Schwangerschaft wäre. Die letzten zwei Wochen bestanden aus großer Freude, Hoffen und Bangen, doch letztendlich hat es unser kleines Pünktchen nicht geschafft. Schließlich öffnen sich die Türen zur eigentlichen Tagesklinik und ich bin erstaunt wie groß und freundlich dieser Bereich doch ist. Schon interessant welche Assoziationen man mit so einer Praxis in Verbindung bringt, aber an hell und modern habe ich nicht gedacht. Ich bekomme mein Zimmer zugewiesen und darf dann erstmal mein Bett mit selbst mitgebrachter Bettwäsche beziehen. Ich frage mich, ob das Privatpatienten auch machen müssen oder ob das ein Privileg der Kassepatienten ist. Zum Glück habe ich eine nette Bettnachbarin, so dass die Zeit schnell vergeht und ich nicht weiter ins Grübeln komme. Kurz nach 8 Uhr kommt dann auch schon die Schwester und bringt mich über den Gang in den OP. Jetzt wird mir langsam richtig mulmig und mein Puls schnell nach oben. Mein Beine sind richtig zitterig und mir ist nach Heulen zumute. Die Ärztin teilt mir mit, dass sie nun ein Mittel zur besseren Verträglichkeit der Narkose spritzt. Dann kommt direkt das Narkosemittel und ich höre die Ärztin noch sagen, dass mein Gesicht sich heiß und kribbelig anfühlen wird, was es tatsächlich auch tut und schon bin ich weg. Meine erste Vollnarkose ... ist schon ein merkwürdiges Gefühl wie man von einer Sekunde auf die andere in absolute Dunkelheit sinkt. Als ich aufwache ist es etwa 9 Uhr und ich liege in meinem vorübergehenden Zimmer. Die nächsten Stunden sind mir nur nebelhaft in Erinnerung. Ich döse immer wieder ein und nehme die Schwester, die Blutdruck misst oder Tee ans Bett stellt nur nebenbei wahr. Aber ich fühle mich trotzdem ganz gut und irgendwie erleichtert, dass ich alles hinter mir habe und diese ungewisse Zeit vorüber ist. Gegen 15 Uhr darf mich Rico dann wieder in Empfang nehmen und ich bin froh, ihn zu sehen. Die nächsten zwei Wochen verbringe ich auf der Couch während Rico unserem Umzug managet. Aber die Ablenkung mit der neuen Wohnung tut gut und wir sehen positiv in die Zukunft. Wir denken wenn es schon einmal halb geklappt hat, dann klappt es ein zweites Mal auch richtig.

Dienstag, 7. Juli 2009

Erkenntnis des Tages: Überwindung kostet manchmal nur einen kleinen Nadelstich.

Der Tag begann eigentlich wie immer, aufstehen, ab ins Bad und dann schon Richtung Büro düsen. Dort angekommen widmete ich mich wie immer meinen Buchungen und da fiel es mir plötzlich siedendheiß ein: Mist, ich habe diese blöde Spritze vergessen. Das ist mir echt noch nie passiert und zu allem Übel realisierte ich, dass ich mir das Teil auch noch allein setzen muss, da Rico natürlich schon auf dem Weg zur Arbeit ist. Da die Angst davor immer gesiegt hatte, hat Rico diese Aufgabe bisher kurz und schmerzlos übernommen. Also schnappte ich mir schnell meinen Helm und meine Tasche und trat den Heimweg an. Zum Glück waren die Straßen frei und ich war ruck zuck in der Wohnung. Also diese kleine fiese Spritze aus dem Kühlschrank geholt und noch mal genauer unter die Lupe genommen. Nachdem ich dann die Stelle auf dem Bauch mit dem Tupfer desinfiziert hatte wurde es ernst. Kappe runter und los … Erstaunlicherweise ging die Nadel total sanft in meinen Speck und das eigentliche Spritzen war auch kein großer Akt. Ich hatte es also geschafft und war richtig stolz auf mich. Falls ich demnächst mal wieder eine Spritze setzen muss, ich bin ja nun geübt ….

Donnerstag, 2. Juli 2009

Erkenntnis des Tages: Fürs Beine rasieren Zeit einplanen und scharfe Klingen benutzen!

Beides hatte ich heute morgen nicht unbedingt zur Verfügung und so kann man nicht wirklich von einem samtweichen glatten Ergebnis sprechen *grummel* Waxen wäre hier natürlich auch eine tolle Alternative. Aber das würde 1-2 Wochen lange Hosen bedeuten, was im Sommer nicht gerade praktisch ist *schwitz*

Der lange Weg vom Simple-Handy zum Kultobjekt

Irgendwie haben uns teure Handys nie gereizt, technischen Schnickschnack brauchten wir nicht, solange man telefonieren und mal ne SMS schreiben konnte. So blieb uns auch der Klingeltonhype erspart, denn Polyphon oder Realtöne waren eher böhmische Dörfer und ließen sich nicht bei uns installieren. Nicht anders wenn es um MMS, UMTS oder andere hochmoderne Handytechniken ging. Aber Zeiten ändern sich und seitdem wir von PC auf Mac umgestiegen sind, haben wir immer öfter ein Auge auf die stylischen Apfelerfindungen geworfen. Somit kamen wir natürlich auch nicht am IPhone vorbei, aber da der Erwerb in Deutschland nur in Verbindung mit einem Knebelvertrag bei Magentariesen möglich ist, musste eine Alternative her. Allerdings stellte sich die Recherche als gar nicht so einfach dar, denn man wurde von Infos rund um das Thema „IPhone ohne Vertrag“ förmlich erschlagen. Da ein Freund Connections in die Staaten hat, überlegten wir erst, dort unser Objekt der Begierde zu ordern. Aber nach mehrmaligem Durchforsten des World Wide Webs mussten wir die Feststellung machen, dass man in den USA kein wirkliches simfreies Handy bekommt und letztendlich auf eine Softwaremanipulation zurückgreifen müsste, wenn man es hier in Deutschland nutzen will. Aber wir wollten definitiv einen legalen Weg und suchten unerbittlich weiter. Der nächste Schritt führte uns dann zu Freunden, die grenznah zu Belgien wohnen. Nachdem wir uns versichert hatten, dass Apple das Kultphone im Land der leckeren Pralinen tatsächlich absolut frei verkaufen muss, brauchten wir nur noch einen Händler, der zwei Stück auf Lager hatte. Als das auch erledigt war und wir dem Traum schon zum Greifen nah waren, folgte die Ernüchterung auf dem Fuß. Unsere Freunde teilten uns nämlich mit, dass es in den nächsten 4 Wochen mit einem Abstecher nach Belgien ganz schlecht aussieht, zumal der Händler nicht direkt grenznah ansässig war. Aber wir wären nicht Tine und Rico wenn wir so einfach aufgeben würden. Als logische Konsequenz folgte nun eine stundenlange Suche bei Ebay. Wir zogen den Kreis immer enger und schlossen viele Angebote aus. Letztendlich konzentrierten wir uns dann auf einen Anbieter aus Italien, der super Bewertungen vorweisen konnte und preislich am besten lag. Jetzt hieß es noch einmal tief durchatmen und genau überlegen, ob wir die Nachteile einer Auslandsbestellung wirklich eingehen wollen. Im Garantiefall kann man sich nämlich nur an ein Servicecenter in dem Land wenden, in dem man das Gerät gekauft hat. Nachdem alle Ängste über Bord geworfen waren hieß es „Push the Button“ und wir hatten tatsächlich den Kauf für 2 niegelnagelneue IPhones abgeschlossen. Jetzt ging das große Warten los, aber schon 2 Tage später stand der nette Mann von UPS vor der Tür und händigte uns das kleine Päckchen mit der heißbegehrten Ware aus. Das erste Ausprobieren zeigte schnell, dass alles vollkommen in Ordnung ist und wir uns absolut richtig entschieden haben. Die Bedienung erfolgt total intuitiv und ist somit kinderleicht. Mittlerweile lieben wir unser kleines Luxusspielzeug heiß und innig und würden unter keinen Umständen tauschen wollen. Die langwierige Suche hat sich mehr als ausgezahlt. Manchmal muss man einfach nur den richtigen Moment abwarten können.