Mittwoch, 24. Februar 2010

Tine frisch verpackt und in Gips verewigt


Mittlerweile sind es ja nur noch 5 Wochen bis zum Tag X und deshalb wurde es an der Zeit, Tine´s Murmel auch plastisch für die Ewigkeit festzuhalten. Irgendwie gehört so ein Gipsabdruck vom Bauch doch dazu und wir wollten es unbedingt ausprobieren. Also noch schnell ein paar Tipps im Internet eingeholt, unsere Freundin ausgefragt und schon fanden wir uns im Bad wieder und begannen mit der Sauerei. Wir dachten, dass es ganz passend wäre, hier eine kleine Anleitung zu verfassen und von unseren Erfahrungen zu berichten.

Was braucht man?

- Vaseline / Melkfett oder Frischhaltefolie
- Schere
- Gipsbinden (zurechtgeschnitten in Streifen á 20 cm)
- Schüssel mit lauwarmen Wasser

Wir haben vorher ein wenig recherchiert und sind immer wieder auf die Empfehlung von 6-8 Gipsbinden gestossen. Letztendlich hatten wir eine Packung mit 10 Stück á 2 m und diese haben wir bei 3 Lagen auch restlos aufgebraucht. Also lieber eine mehr einkaufen, als dass der Abdruck zu instabil wird. Man bekommt sie übrigens in jeder Apotheke. Wir hatten einen Karton von Temedia und der lag preislich um 11,00 €.

Um den Bauch zu schützen und ein schmerzhaftes Ablösen des Abdruckes zu vermeiden, sollte man ihn entweder gut einfetten oder sich komplett in Frischhaltefolie wickeln. Wenn man viele feine Härchen hat, sollte man die evtl. noch abrasieren, wenn man es mit der Creme versucht. Wir haben uns für die Folie entschieden, da wir kein Risiko eingehen wollten, dass sich der Gips doch nicht so gut von der Haut löst. Allerdings besteht so die Gefahr, dass der Abdruck etwas uneben wird. Wir haben es leider versäumt, die Folie sehr straff und glatt zu ziehen bevor wir mit dem Gips gestartet sind. Darauf sollte man also unbedingt achten. Evtl. hilft es, beim Einwickeln etwas flacher zu atmen und wenn die Folie sitzt wieder richtig atmen, dann strafft sich alles noch etwas mehr um den Bauch. Mit der Folie ist es auf jeden Fall sehr praktisch, wenn man den Abdruck vom Bauch löst. Man muss die Folie am Rücken nur aufschneiden und schon rutscht der Abdruck von ganz allein.

Wie den Bauch abformen?

Man sollte sich vorher gut überlegen, in welcher Position man den Abdruck machen möchte. Dabei ist zu bedenken, dass der Bauch im Sitzen auf den Beinen aufliegt und man so vielleicht nicht überall gut genug rankommt. Ausserdem verändert sich die Form natürlich auch ein bisschen. Es im Liegen zu versuchen ist auch keine gute Idee, da dies schnell zu Atembeschwerden oder Herzrasen führen kann. Entweder man kann es sich halb sitzend/halb liegend bequem machen oder man bleibt einfach stehen. Wir haben es im Stehen ausprobiert und das ließ sich auch wirklich gut umsetzen. Man sollte das Projekt Gipsabdruck allerdings nur angehen, wenn man sich körperlich fit fühlt, da es schon seine Zeit dauert.

Fakt ist, dass das Abformen ziemlich viel Putzarbeit hinterlässt. Es lässt sich einfach nicht vermeiden, dass Gipswasser herunter tropft oder Spritzer verteilt werden. Man sollte also einen Ort wählen, der sich leicht reinigen lässt oder alles gut abdecken. Wir haben uns auf das Bad beschränkt, während sich Tine direkt in die Badewanne gestellt hat.

Nachdem Tine´s Oberkörper also gut in Frischhaltefolie eingepackt war ging es auch schon los. Man nimmt ein Stück Gipsbinde, taucht es kurz in warmes Wasser, leicht ausdrücken und dann direkt auf dem Bauch anlegen. Rico hat an der höchsten Stelle direkt unter der Brust begonnen. Dabei alles gut mit den Fingern verstreichen und darauf achten, dass alles glatt ist. Der Gips löst sich dabei aus der Gitterstruktur und läßt sich gut verteilen. Das nächste Stück dann leicht überlappend direkt daneben oder darunter anlegen. So weiter verfahren bis der komplette Bauch plus Brust mit einer Lage bedeckt ist. Im Brustbereich kann es praktisch sein, wenn man die Gipsstreifen noch etwas verkleinert, um die Rundungen wirklich gut ausformen zu können. Sobald die erste Schicht etwas angetrocknet ist direkt mit der nächsten Lage weitermachen. Insgesamt braucht man schon 3 Lagen, um eine stabile Form zu bekommen. Bei uns hat das Anlegen der Gipsbinden ca. 30 min gedauert. Danach muss man weitere 20-30 min warten bis der Gips etwas angezogen ist und langsam stabil wird. Es fühlt sich dann wie ein harter Panzer an, obwohl die Oberfläche weiterhin feucht bleibt. Nach und nach merkt man, wie sich der Gipsabdruck immer mehr löst und dann ist es auch an der Zeit die Form vom Bauch zu nehmen. Normalerweise sollte sie einem schon fast entgegen kommen und wirklich leicht abgehen. Um die Seiten des Abdrucks zu schonen haben wir ihn dann auf einen Berg von Handtüchern gelagert, so dass er förmlich schwebt und nur in der Mitte richtig aufliegt. Bis der Abdruck völlig ausgetrocknet ist kann es gut 2-3 Tage dauern. Danach kann man sich dann an die Gestaltung wagen.

Da unsere Oberfläche nicht ganz so glatt geworden ist, werden wir mit Modelliergips noch etwas nachhelfen. Der lässt sich einfach verarbeiten und man kann alles noch etwas verfeinern. Wenn man aber schon beim Anlegen der Folie und dem Abformen darauf achtet, dass alles sehr glatt gestrichen wird, dann dürfte man sich das sparen können. Aber letztendlich ist ja auch keine Profiarbeit und wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Künstlerisch darf sich dann unsere Cousine an der Form austoben. Sobald alles fertig ist gibt es natürlich wieder Bilder.

Donnerstag, 11. Februar 2010

Abschied auf Zeit



Nachdem meine Auszeit im Job wegen dem überraschenden kompletten Beschäftigungsverbot ziemlich überstürzt begann, hatte ich keine Gelegenheit, mich bei meinen Kollegen richtig zu verabschieden. Irgendwie war es dann doch ein komisches Gefühl, alle seine Sachen so holterdipolter am Schreibtisch zusammen zu packen, mehr oder weniger alles stehen und liegen zu lassen und für über ein Jahr Tschüss zu sagen. Jedenfalls wollte ich es mir nicht nehmen lassen und wenigstens einen kleinen Ausstand zu geben. Also ließ ich kurzerhand die Hausfrau in mir raus und bereitete eine Käsetorte und einen Schokokuchen vor, mit denen ich dann gestern ins Büro fuhr. Es war richtig schön, alle Kollegen nach 4 Wochen wieder zu sehen und mit jedem ein kleines Schwätzchen zu halten. Wir trafen uns dann alle auf ein Stück Kuchen in der Küche und machten den Abschied somit offiziell. Meine Kollegen hatten dann auch eine kleine Überraschung für mich vorbereitet und so gab es viele tolle Babygeschenke. Mit Hello Kitty wurde mein Geschmack voll getroffen und ich habe mich riesig über den Geschenkeberg gefreut. Den nächsten Besuch werde ich dann wohl zusammen mit unserer kleinen Motte antreten.