Samstag, 27. März 2010

Emma sagt Danke!


An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich für die vielen Glückwünsche zur Geburt unserer Tochter in unserem Blog bedanken. Wir freuen uns, wenn Ihr uns hier weiterhin regelmäßig besucht und auch den einen oder anderen Kommentar hinterlasst.

Emma, Tine und Rico

Übung macht den Meister

Wir wollten mal wieder ein kurzes Update geben. Emma ist morgen nun schon 4 Wochen alt und entwickelt sich wirklich prächtig. Sie wiegt schon 3500 gr und die Ärztin war bei der U3 auch super zufrieden. Dienstag steht noch der Hüftultraschall an, aber die Ärztin hatte keine Bedenken. Es ist alles so wie es sein soll. Weil sie mittlerweile immer bessere Phasen an der Brust hatte, haben wir am Montag beschlossen, es darauf ankommen zu lassen und die Flasche radikal zu reduzieren. Es hat ganz prima geklappt und sie hat nur noch ein Drittel der sonstigen Trinkmenge per Flasche bekommen. Mittwoch mittag gab es dann die letzte Flasche und seitdem stillt Tine unsere Maus voll. Sie scheint satt zu werden, hat immer wieder ordentlich Pipi in der Windel und hat auch gut zugenommen. Wir sind so froh, dass das Abpumpen und Sterilisieren der Flaschen nun ein Ende hat. Zwar will Emma nun teilweise über Stunden an der Brust hängen, aber es wird von Tag zu Tag besser. Nachts ist sie meistens recht munter und es fällt schwer, sie zum Schlafen zu bewegen. Dafür ratzt sie am Tage ziemlich viel. Aber auch das wird sicher irgendwann besser. Wir sind jedenfalls mega glücklich, dass wir das mit dem Stillen noch hinbekommen haben. Tine ist schon stolz auf sich, dass sie so geduldig war und das ständige Anlegen durchgezogen hat und durch das nervige Abpumpen die Milch weiter angeregt hat.

Ansonsten gehts uns wirklich gut, auch wenn der Schlafmangel nicht ganz ohne ist. Aber wir wußten ja, worauf wir uns einlassen und das glückliche kleine Gesicht unserer Motte ist Belohnung genug. Wenn sie (wenn auch noch nicht bewußt) vor sich hin grinst oder uns mit ihren Augen ganz genau beobachtet, dann wissen wir das wir alles richtig gemacht haben.

Freitag, 19. März 2010

Mit Schwung in die Welt ....



Sonntag den 28.02.2010 Punkt 09:00 Uhr setzten plötzlich vermeintliche Wehen ein. In der Nacht zuvor war absolut nichts zu merken und auch in den Tagen davor hatte ich so gut wie nie einen harten Bauch. Es fühlte sich wie starke Periodenschmerzen an mit so einem fiesen Druck nach unten. Ich dachte mir natürlich nichts dabei, da es ja der richtige Zeitpunkt (ich war ja gerade 35+4) für Senk- bzw. Übungswehen war. Ich stellte dann fest, dass der Schmerz regelmäßig alle 10 min kam. Allerdings verspürte ich zwischendrin keine richtige Erleichterung, es fühlte sich irgendwie ununterbrochen verkrampft an. Gegen 10:00 Uhr habe ich dann Rico geweckt. Da waren die Wehen schon etwa alle 5 min zu spüren. Es war gut auszuhalten, obwohl ich langsam nervös wurde. Um 10:30 Uhr habe ich mich dann endlich dazu durchgerungen, unsere Hebamme Nicole anzurufen und sie war schon etwas besorgt und machte sich gleich auf den Weg zu uns. Um 11:00 Uhr kam sie dann und ihre Untersuchung ergab, dass der Muttermund 1cm offen war und der Gebärmutterhals auf 0,5 cm verkürzt. Sie meinte, dass ich damit evtl. auch noch 4 Wochen schwanger sein könnte, es könnte aber auch losgehen. Die Abstände hatten sich schon auf fast 3 min verkürzt und der Wehenschmerz dauerte immer um die 30 sek. Sie würde jetzt erstmal frühstücken fahren, da sie nachts schon eine Geburt hatte und ich solle mal in die Wanne steigen. Wenn es nicht besser wird, soll ich mich wieder melden. Also ab in die Wanne und dort entspannte sich natürlich nichts, die Schmerzen wurden eher stärker. Nachdem ich mich dann umgezogen hatte und zwischen den Wehen Haare geföhnt hatte kam gegen 12:30 Uhr die Fruchtblase. Es war nicht schwallartig, aber ein deutlicher Flüssigkeitsabgang und wir riefen Nicole an. Nicole hatte vorher schon gesagt, dass das Köpfchen gut im Becken liegt und ich aufstehen darf, falls die Blase platzt. Am Telefon meinte sie dann, dass es nun kein zurück mehr gibt und wir uns direkt vor dem Kreißsaal treffen. Dort kamen wir dann gegen 13:00 Uhr an und Nicole war auch schon da. Es ging erstmal in einen Vorbereitungsraum und nachdem alle Daten aufgenommen waren bekam ich direkt einen Tropf mit Antibiotika. Eine Ärztin machte noch Ultraschall und schätzte unsere Maus auf 3000 gr. Der Muttermund war mittlerweile fast 4cm offen. Zwischendrin musste ich die Wehen schon gut veratmen und gegen 14:00 Uhr ging es dann direkt in den Kreißsaal. Dort überließ Nicole mir die Entscheidung, einen Einlauf zu nehmen oder nicht, aber sie meinte, wenn ich sehr kopflastig in diesem Punkt bin, dann hilft es mir, in der Pressphase entspannter zu sein. Nachdem das erledigt und Rico wieder an meiner Seite war, konnten wir uns nun vollends auf die immer häufiger und stärker werdenden Wehen konzentrieren. Am Anfang ging es mir am besten, wenn ich die Wehen im Stehen veratmete und mich dabei irgendwo abstützte. Irgendwann krabbelte ich dann aber doch aufs Bett und nutzte das von der Decke hängende Tuch, um die Wehen zu überstehen. Rico war die ganze Zeit an meiner Seite und half mir, die Schmerzen zu bewältigen. Sie wurden auch stetig stärker und gegen 16:00 Uhr meinte Nicole, dass wir vielleicht doch ein Schmerzmittel einsetzen sollten, so dass ich noch ein bisschen Kraft tanken könnte. Am Muttermund hatte sich nicht so viel mehr getan und ich sollte etwas ausruhen. Also bekam ich über den schon vorhandenen Zugang einen Schmerztropf und konnte etwas entspannen. Die regelmäßigen Wehen waren zwar weiterhin zu spüren, aber nicht so heftig. Gegen 17:00 Uhr war der Tropf dann durch und wir stellten fest, dass die Wehen etwas nachgelassen hatten und in längeren Abständen kamen. Die Gebärmutter hatte sich wohl auch entspannt und Nicole hatte Sorge, dass sich um Muttermund nicht mehr richtig etwas tat. Um alles wieder zu beschleunigen wurde nun ein Wehenmittel gegeben. Ab da wurde es dann für mich richtig anstrengend, denn ich musste jede kommende Wehe stark veratmen und teilweise schon hecheln, da der Druck nach unten immer stärker wurde. Zwischendrin sind dann wohl auch die Herztöne von unserer Maus abgefallen und ich bekam kurzzeitig einen Wehenhemmer. Das habe ich aber alles nur so nebenbei mitbekommen, denn die Schmerzen waren schon sehr heftig und ich war fast wie etwas weggetreten. Ab da wurden dann die Herztöne direkt über eine Elektrode am Kopf überwacht und zum Glück war dann auch alles in Ordnung. Ich hatte schon bald einen starken Pressdrang und das Gefühl, während der Wehen nicht mehr richtig atmen zu können. Rico hat mich dabei aber super unterstützt und immer fleißig mit gehechelt. Er war sowieso eine tolle Unterstützung und hat mir echt super geholfen. Zwischendrin durfte ich dann immer schon ein wenig mit nach unten schieben, wenn ich es gar nicht mehr aushielt. Der Muttermund war dann auch bald vollständig geöffnet und gegen 18:30 Uhr durfte ich dann auch richtig mitpressen. Das fiel mir dann auch wieder leichter, denn jetzt musste ich nichts mehr veratmen oder hecheln. Um 19:11 Uhr war es dann endlich soweit und Emma purzelte mit Schwung auf die Welt. Nachdem Rico die Nabelschnur durchtrennt hatte, wurde sie auch direkt auf meine Brust gelegt und ich war nur noch total erleichtert. Ich fühlte mich direkt danach super fit und alle Strapazen waren komplett vergessen. Um 19:29 Uhr kam dann noch die Plazenta hinterher und dann wurde mein kleiner Dammschnitt versorgt. Die Betäubungsspritzen waren sehr unangenehm und die letzten Stiche spürte ich leider auch. Danach bin ich dann direkt duschen gegangen, es gab was zu essen und wir kuschelten natürlich mit unserer Maus. Im Nachhinein kann ich nur sagen, dass ich eine schöne und unkomplizierte Geburt hatte. Natürlich war es teilweise sehr anstrengend, aber irgendwie hatte ich mir alles schlimmer vorgestellt. Letztendlich lief alles sehr intuitiv und ich habe ein sehr positives Gefühl wenn ich an die Geburt denke. Mit insgesamt 10h von der ersten Wehe an bin ich ja auch noch gut davon gekommen :-) Nicole meinte auch, dass ich super tapfer war und nicht gejammert habe. Ich kam mir zwar gar nicht so tapfer vor und hatte auch das Gefühl, sehr laut gewesen zu sein, aber Rico hat auch gesagt, dass ich es echt toll gemacht habe. In den Tagen nach der Geburt ging es mir auch prima. Die Dammnaht ist super verheilt und ich hatte damit keine Probleme. Die Rückbildung lief auch super und das Beste ist, ich hatte schon bei der Entlassung 2 kg weniger als vor der Schwangerschaft auf der Waage. Im Moment liege ich bei 3 kg weniger als vorher. Meine alten Sachen passen schon alle wieder und es geht mir echt gut. Also alles in allem ein tolles Erlebnis, das ich unter keinen Umständen missen will.

Freitag, 12. März 2010

Eine Woche zuhause ...

Wir sind nun seit einer Woche zuhause und so langsam finden wir in den Alltag. Allerdings ist die Organisation schon recht stressig, da Emma sich noch nicht so richtig von allein meldet und wir ständig die Uhr im Auge behalten müssen. Spätestens alle 4h muss sie ihr Fläschchen bekommen, da sie sonst ihre Trinkmenge nicht schafft. Seit gestern wirkt sie trotzdem schon viel fitter und sie hat längere Wachzeiten. Ab und an kommt sie auch schon allein und fordert ihre Mahlzeit. Zwischendrin ist dann immer noch das Abpumpen angesagt und das Sterilisieren von den ganzen Fläschchen dauert auch seine Zeit. Ich mache täglich mehrere Stillversuche mit ihr und teilweise klappt es auch mal für 5 min. Aber es strengt sie immer sehr an und wir dürfen sie nicht überfordern, da sie dann keine Kraft mehr fürs Fläschchen hat. Man darf halt nicht zuviel verlangen, immerhin wäre sie ja eigentlich noch in meinem Bauch. Die Hebamme war heute trotzdem richtig zufrieden, denn sie hat seit Dienstag gut zugenommen und ist nur noch 40 gr von ihrem Geburtsgewicht entfernt. Solange sie zunimmt scheint es ihr gutzugehen und das ist für uns die Hauptsache. Wir sind beide total verliebt in die Kleine und freuen uns über jede Kuschelminute mit ihr. Sie ist einfach so wunderhübsch, dass wir uns kaum sattsehen können. So langsam begreift man, worauf man fast 9 Monate gewartet hat und nimmt somit auch die anfänglichen Startschwierigkeiten in Kauf.

Heute hat die Hebamme mir die ersten Übungen für die Rückbildung des Beckenbodens gezeigt und sie war super zufrieden mit mir. Sie meinte, dass viele Frauen, dass nicht so schnell nach der Geburt so gut hinbekommen. Sie hat auch nach meinen Bauchmuskeln gefühlt und war total überrascht, dass sie schon wieder an der richtigen Stelle sind. Sie meinte, dass hat sie noch nicht mal bei den ganz sportlichen Frauen. Dabei bin ich ja nun absoluter Sportmuffel. Ich darf also ab sofort ganz normal aufstehen und muss mich nicht über die Seite aufsetzen und den Bauch schonen. Ich passe auch schon wieder in fast alle meine alten Klamotten und habe jetzt knapp 3 kg weniger als vor der Schwangerschaft. Hätte nicht gedacht, dass die Kilos so schnell verschwinden, aber letztendlich waren es ja auch nur 8,5 kg mehr kurz vor der Geburt.

Montag, 8. März 2010

Ein kleines Stück vom Glück!



Eigentlich hatten wir noch 4,5 Wochen bis zum Tag X vor uns, als bei Tine die Wehen einsetzten. Unser kleines Glück hatte es wohl sehr eilig, uns kennenzulernen. Und somit wurde am 28.02.2010 um 19:11 Uhr unsere Tochter Emma geboren. Mit 3082 gr und 50 cm wirkt sie zwar nicht wie ein Frühchen, aber leider bleiben einige Startschwierigkeiten nicht aus. Da nun unsere kleine Motte alle Aufmerksamkeit und Zuwendung braucht, werden wir uns hier etwas unregelmäßiger zu Wort melden.