Dienstag, 28. Dezember 2010

Emma erkundet die Welt



Emma´s 10. Lebensmonat verlief in zweierlei Hinsicht etwas stolprig, zum einem wortwörtlich und zum anderen gab es Grund zur Sorge. Mittlerweile hat sie das Hochziehen perfektioniert und steht nun überall dort, wo sie mit ihren Ärmchen heran reicht. Sie ist dabei unermüdlich, aber manchmal geben die Beine dann doch noch etwas nach und sie landet im besten Fall auf dem Po. Leider wird auch ab und an mit dem Gesicht gebremst, wenn Mama oder Papa nicht schnell genug eingreifen konnten. Von großen Schrammen oder blauen Flecken blieb sie aber zum Glück noch verschont und die vergossenen Tränchen sind auch immer schnell getrocknet. Sie ist jedoch ganz glücklich, wenn sie wieder eine neue Hürde gemeistert hat. Die ersten wackeligen Schritte übt sie auch schon und im Reisebett oder an der Couch kann sie sich schon in einem kleinen Radius langhangeln. Den Dreh zum selbständigen Sitzen hat sie ja schon eine Weile raus, aber bisher funktioniert es nur, wenn sie sich erst hingekniet hat. Jetzt schafft sie es jedoch auch aus der Rückenlage. Unglaublich, was die kleinen Bauchmuskeln alles leisten können. Die ersten Krabbelschritte hat sie nun auch gemacht, es werden zwar nur Ministrecken auf den Knien zurückgelegt, aber sie kann wenn sie will. Nur geht es ihr offensichtlich noch zu langsam und sie robbt lieber blitzschnell durch die Wohnung.

Leider gab es auch Grund zur Sorge, denn wir hatten 2 ganz schlechte Wochen, in denen sie so gut wie nichts essen wollte und ihren Mittagsbrei komplett verweigert hat. Sie kam regelrecht ins Würgen wenn ihr der Löffel mit Mittagsbrei zu nahe kam. Lediglich ihren Milchbrei zum Frühstück hat sie noch ohne größeren Proteste gegessen, alles andere war ein richtiger Kampf. Wenn überhaupt haben wir noch ein paar Löffelchen Obst ins Kind bekommen. Man merkte ihr auch an, dass irgendwas nicht stimmte, denn sie wurde schnell wütend und quengelig. Allerdings war sie trotz allem fit und mobil und wir haben diese Phase einfach ausgesessen. Gottseidank war nach 2 Wochen der Spuk vorbei und sie ist essenstechnisch wieder zu ihrer alten Form zurückgekehrt. Mittlerweile trinkt sie sogar Milch aus der Flasche und holt sich so jetzt noch ein paar zusätzliche Kalorien.

Die Weihnachtstage verbrachten wir sehr harmonisch im Kreise der Familie und Emma genoss es sichtlich, im Mittelpunkt zu stehen. Sie bezauberte natürlich alle mit ihrem frechen Grinsen und strahlte die Lichter am Tannenbaum an. Das Auspacken der Geschenke bereitete ihr große Freude und sie probierte auch alles gleich mit Begeisterung aus. Es wurde auch höchste Zeit für neues Spielzeug, denn aus dem Babykram ist sie schon etwas herausgewachsen. Aber ein Überhäufen mit Geschenken blieb dank klarer Absprachen aus, denn der 1. Geburtstag ist ja nun auch nicht mehr weit. Das erste Fest mit unserem kleinen Sonnenschein war auf jeden Fall ein voller Erfolg und wir freuen uns schon auf das nächste.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Der Adventskalender leert sich....!


Man muss nicht erst aufs Kalenderblatt schielen, um festzustellen, dass sich das Jahr rasant dem Ende neigt. Rings herum blinken derzeit die Schwippbögen in den Fenstern, duftet es nach gebrannten Mandeln oder werden noch rasch die letzten Tannenbäume nach Hause geschleppt. Und auch das Wetter hält es mit "White Christmas" und hat das ganze Land passend mit einer dicken weißen Decke aus Schnee überzogen. Da wollen wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, allen ein besinnliches und vor allem stressfreies Weihnachtsfest zu wünschen. Wir gehen die Sache da ganz praktisch an und laden uns einfach bei der Familie ein :-) In diesem Sinne, schöne Feiertage für alle Leser und natürlich viel Spass mit den Geschenken!

Montag, 20. Dezember 2010

Kinderfrei wird überbewertet

Eigentlich dachte ich, dass es nach über 9 Monaten endlich an der Zeit ist, mal wieder einen Abend ohne Emma zu verbringen, aber man kann sich ja irren. Letzte Woche platzte schon der lang geplante Mädelsabend , da die Maus extrem mamafixiert war und sich auf keinen Fall vom Papa ins Bett bringen lassen wollte. Und da mein Herz blutet wenn sie so herzzerreissend schluchzt und brüllt blieb ich zuhause. Nachdem diese Enttäuschung überwunden war blieb ja noch die Aussicht auf die schicke Firmenweihnachtsfeier im exklusiven China Club. Aber auch das sollte irgendwie nicht sein. Zuerst versetzte mich das bestellte Taxi und ich war schon den Tränen nah, als die Minuten nur so verstrichen. Rico wählte sich währenddessen die Finger wund, aber es war einfach kein anderes Taxi mehr aufzutreiben. Unter Protest meinerseits rief er schließlich unsere Nachbarn an und Dank dieser spontanen Nachbarschaftshilfe kam ich mit einer Stunde Verspätung auf der Feier an. Dort bekam ich gerade noch die letzten Sätze der Eröffnungsrede mit, um dann noch etwas abgehetzt liebe Kollegen begrüßen zu können. Kurz danach ging der Reißverschluss meiner gerade erst neu erworbenen Handtasche kaputt und irgendwas sagte mir da schon, dass das nicht mein Tag sei. Aber ich kümmerte mich erstmal um meinen knurrenden Magen und besuchte das leckere Buffet. Doch auch das war mir nicht vergönnt, denn schon beim Essen fühlte ich mich ungewohnt unwohl. Ich schob es auf die Hetzerei und versuchte mich zu entspannen. Unterdessen machte mich eine Kollegin noch auf einen schönen großen Fettfleck auf meinem neuen Kleid aufmerksam. Mein Magen verkrampfte sich immer mehr und rebellierte letztendlich total. Ich verlor den Kampf und verbrachte mehr Zeit mit dem Kopf über der edlen Kloschüssel hängend als bei der traditionellen Nikolausrede unser Firma. Kurz darauf trat ich den Heimweg an, denn der Abend war mehr als reichlich gelaufen. Die Nacht durfte ich mir dank des verstimmten Magens auch noch um die Ohren schlagen. Mein allererster Mageninfekt hätte wirklich zu keinem besseren Zeitpunkt auftreten können. Mal sehen, wann ich den nächsten Versuch auf einen kinderfreien Abend starte.

Sonntag, 12. Dezember 2010

Von Monstern und Raupen





Ein Dreivierteljahr ist vorbei und wir fragen uns jeden Tag, wo die Zeit geblieben ist. Mit den Updates hier kommen wir kaum hinterher, dabei passiert eigentlich nicht soviel. Aber der Alltag hat uns fest im Griff und dazu kommen jetzt auch noch die Weihnachtsvorbereitungen. Mittlerweile haben wir soweit alle Geschenke besorgt, aber das Wichtigste fehlt noch. Für Emma haben wir tatsächlich noch nichts eingekauft und die zündende Idee hatten wir auch noch nicht. Wir werden uns die Tage wohl noch einmal im Spielzeugladen ein paar Anregungen holen. Zum Glück sind die Ansprüche bei den Kleinsten ja noch nicht so hoch und oft reicht ein Deckel eines Schraubglases oder Papier, um Emma damit einige Zeit zu beschäftigen. Es ist immer wieder interessant, auf was sie so abfährt. Am besten sind natürlich alle Dinge, mit denen wir uns gerade umgeben. Telefone und Fernbedienungen sind immer noch der Hit und neuerdings steht sie total auf unsere Post. Sie versucht jetzt auch immer mehr ihren Kopf durchzusetzen und wird richtig wütend, wenn man ihr etwas nicht gibt oder sogar wegnimmt. Sie kann dann richtig laut protestieren.

Emma entwickelt sich auch immer mehr zu einer kleinen Plaudertasche und eifert damit wie nicht anders zu erwarten war ihrer Verwandtschaft mütterlicherseits nach. Ihr sprachliches Repertoire reicht von "ooohh" über "nei-nei-nei" oder "nee-nee" zu "jolly-jolly-jolly". Manchmal klingt sie auch wie ein kleines Monster und macht richtig tiefe Geräusche. Ausserdem läßt sie ihre Lippen vibrieren, verteilt damit einen feinen Sprühnebel und bringt Geräusche in verschiedensten Tonlagen hervor. Nebenbei hat sie entdeckt, dass man auch mit den Fingern an den Lippen Töne erzeugen kann. Einfach nur süß, wenn sie dabei verschmitzt grinst.

Motorisch hat sie wieder einen gewaltigen Schub gemacht, denn mittlerweile kann sie sich vom knien hinsetzen. Sieht schon sehr niedlich aus, wenn sie dann die Beinchen ausstreckt und fröhlich spielt. Ausserdem wird jetzt immer fleißig versucht, sich hochzuziehen. Schließlich hat man stehend ja auch eine ganz andere Aussicht. Noch ist sie etwas wackelig und die meiste Kraft holt sie aus den Armen, aber Übung macht bekanntlich den Meister. Fürs Krabbeln reicht es immernoch nicht, aber es besteht ja keine Eile, Emma robbt einfach überall hin. Unsere kleine Raupe macht sich wirklich prächtig und überrascht uns jeden Tag aufs Neue.

Die vielen neuen Fähigkeiten und Eindrücke wollen dann auch verarbeitet werden und deshalb tut sich Emma wohl mit dem Einschlafen wieder etwas schwerer. Sie ist gerade ziemlich auf Mama fixiert und holt sich viel Nähe und Kuscheleinheiten. Auch das Essen scheint eher ein notwendiges Übel zu sein, denn statt ruhig im Hochstuhl zu sitzen, könnte sie ja was Neues erkunden. Aber mit ein paar Tricks und Geduld kriegen wir den kleinen Zappelphilipp schon satt. Am 28.11. haben wir übrigens das letzte Mal gestillt und Mama kann nun wieder essen und trinken was sie mag. Tja, unser kleines Mädchen wird groß.