Freitag, 25. November 2011

Laterne, Laterne ....

.... Sonne Mond und Sterne!



Die Kindergartenzeit hatte gerade erst begonnen und schon stand der erste Lampionumzug auf dem Programm. Natürlich musste eine schicke Laterne her und Tine stellte ihr ganzes Bastelkönnen unter Beweis und zauberte für Emma ein Hello Kitty Modell. Sie war auch total begeistert und hielt sie zu Beginn noch stolz selbst fest. Aber bald durfte dann Papa oder Mama die Laterne samt Emma tragen. Ansonsten schien ihr die ganze Angelegenheit etwas suspekt zu sein. Immerhin ist es ja auch nicht üblich nach Anbruch der Dunkelheit noch einmal den Kindergarten zu besuchen und mitten auf der Straße umgeben von einem Pulk von Menschen zu spazieren. Aber im Anschluss ließ sie sich dann zufrieden eine Schmalzstulle und Kinderpunsch schmecken. Sie zeigte uns auch noch freudestrahlend ihre Kita und war gar nicht mehr zum Gehen zu bewegen. Im Großen und Ganzen also ein schöner Abend.

Donnerstag, 10. November 2011

Wirbelwind und Kitakind

Da es schon einige Beschwerden über die ausbleibende Berichterstattung gab, wollen wir dem auch Rechnung tragen und wieder einmal über die neuesten Entwicklungen berichten!

Der restliche Sommer verlief relativ unspektakulär und war geprägt von den täglichen Spielplatzbesuchen und Wochenendausflügen nach Beeskow. Bei Oma und Opa konnte sich Emma wie immer im Garten austoben und genoss es an den wenigen heißen Tagen in diesem Jahr nackig über den Rasen zu flitzen und mit Wasser zu pantschen. Natürlich standen auch noch einige Geburtstage auf dem Programm und die ganze Familie freute sich immer unseren Floh zu sehen. Rico´s Elternzeit näherte sich auch langsam aber sicher dem Ende zu und er besuchte mit Emma die vorerst letzten Stunden beim Kinderschwimmen und Kinderturnen. Im September gab es dann noch eine Mopedtour zum Oldtimertreffen bei Fürstenwalde. Opa, Papa und Mama düsten mit ihren Oldies los, während Emma mit Oma bequem im Auto hinterher kamen. Vor Ort staunte Emma nicht schlecht über die vielen "Brumm Brumm" und "Trecker". Mittags gab es dann Bratwurst und rote Brause und Emma wirbelte munter übers Gelände. Tja und dann gab es natürlich noch die langersehnte Urlaubsreise. Aber davon haben wir ja schon berichtet.


Direkt nach unserem Urlaub startete dann der Ernst des Lebens - die Eingewöhnung in den Kindergarten. Ihr könnt euch jetzt sicher denken, dass das Timing nicht gerade stimmig war und alles eher schwierig verlief. Obwohl die ersten 2-3 Tage noch ganz gut liefen und Emma sehr neugierig und aufgeschlossen war. So viel neues Spielzeug muss ja auch erstmal erkundet werden. Aber dann schien sie zu merken, dass ja ausser ihrer Mama keine andere dabei ist und klammerte immer mehr. Sie schaute ständig, ob Mama denn noch da ist und konnte sicher immer schwieriger aufs Spielen einlassen. Mama durfte nichtmal zur Toilette oder ein Glas Wasser holen, ohne dass dicke Kullertränen liefen. Nach 1 1/2 Wochen kam dann der Tag, an dem Mama tatsächlich ging und sie für ca. zwei Stunden allein in der Kita liess. Das Gebrüll war natürlich riesengross und die Erzieher hatten gut zu tun, sie abzulenken und zu trösten. Als ich dann wieder kam, spielte sie aber schön und zeigte mir dann ganz stolz was sie so gemacht hatte. Stück für Stück blieb sie dann länger in der Kita, auch wenn es schwerfiel, ein schluchzendes Kind abzugeben. Selbst die Erzieher hatten nicht erwartet, dass Emma sich so schwer tut und sie ihr ganzes Können unter Beweis stellen müssen, um sie aufzumuntern. Seit zwei Wochen ist sie ein richtiges Kindergartenkind und geht täglich von 8:00 - 15:30 hin. Morgens weint sie weiterhin bitterlich und klammert sich richtig an einen, aber sie beruhigt sich wohl sehr schnell und dann funktioniert es auch ganz gut. Allerdings bleibt sie ständig in der Nähe der Erzieher und ist am liebsten auf dem Schoss oder Arm, aber irgendwann wird auch das besser werden.
Ansonsten ist sie ein wirklich aufgewecktes und tolles Kind. Sie hat eine unglaubliche Mimik und bringt uns immer wieder zum Schmunzeln und Staunen. Sie kann herrliche Schnuten ziehen, skeptische Blicke werfen und man kann nie ernst bleiben bei ihrem verschmitzten Grinsen. Auch ihre Gestik ist nicht zu verachten und sie setzt gerne ihren ganzen Körper ein, um etwas zu erreichen. Bewegung ist eh ihr Ding und sie kann nie lange still sitzen. Stattdessen hüpft oder tanzt sie durch die ganze Wohnung. Wenn Musik läuft wackelt sie mit dem Po und stampft mit einem Fuß auf den Boden. Klatscht dabei vergnügt in die Hände und dreht sich um die eigene Achse. Sie isst jetzt meistens komplett allein und trinkt wie selbstverständlich aus Tassen und Gläsern. Sie kann Türme bauen, Treppen steigen und auf dem Spielplatz rutschen. Sie beobachtet immer ganz genau was andere machen und prägt sich das ein. Wenn Opa oder Papa am Moped bauen ist sie natürlich dabei und schraubt dann an ihrem Bobbycar weiter. Wenn Mama auf zwei Fingern pfeift muss sie das auch probieren. Wenn man sich weh getan hat, dann pustet sie darauf und macht "ei". Sie gibt gerne Küsschen und schmust auch viel, vor allem mit Mama :-)


Sprachlich hat sie sich extrem gemausert und setzt immer mehr Wörter im Alltag ein. Zum Beispiel: Hallo, Kuckuck, Tschüss, komm, hoch, oben, kucken, Kitty, Buch, Ball, Tür, haben, alle, Müll, Jacke, Mond, dahin. Sie plappert zwar auch noch viel Kauderwelsch, aber sie versucht jetzt ständig Wörter nachzusprechen. Es ist aber unheimlich süß, wenn sie einen todernst anschaut und etwas sagt, was nach einem vollständigen Satz mit Betonung klingt, man aber nichts versteht. Trotzdem kann sie einem ziemlich genau vermitteln was sie gerade möchte. Sie kann sich schon prima durchsetzen und hat ihren eigenen Kopf. Bestimmte Dinge müssen so ablaufen wie sie es sich in den Kopf gesetzt hat, sonst wird dramatisch gebockt. Es kann also schonmal passieren, dass sie Gummistiefel bei herrlichem Sonnenschein trägt, weil sie unbedingt die anziehen will. Oder es muss das T-Shirt mit der Kitty auf dem Bauch sein und das Wasser muss sie natürlich selbst ins Glas giessen. Wenn möglich versuchen wir sie so viel wie möglich in alles einzubinden, weil sie es toll findet, wenn sie den Tisch decken oder die Waschmaschine ausräumen darf. Sie will eben schon ein grosses Mädchen sein und alles allein machen. Überhaupt ist sie schon jetzt ein typisches Mädchen. Sie weiß ganz genau, wenn sie was neues zum Anziehen hat und freut sich, wenn sie schick aussieht. Sie zeigt dann auch ganz stolz darauf und muss erstmal in den Spiegel gucken. Sie ist wirklich das Beste was uns passieren und konnte und der Sonnenschein in der ganzen Familie.




Urlaub kann so schön sein ....




.... wenn alle mitmachen :-)

Ende September wollten wir zum Abschluss der Elternzeit noch einmal einen schönen Familienurlaub verbringen und haben eine Woche Türkei gebucht. Wir wollten es uns noch einmal so richtig gut gehen lassen bevor der harte Alltag beginnt und Emma in die Kita kommt. Wir dachten, dass es für Emma das Paradies auf Erden sein müsste, da sie Wasser und Sand liebt. Unsere einzigste Sorge war der Flug, denn wie soll man einen Zappelphilipp wie Emma 3 Stunden im Zaum halten. Am 24.September war es dann soweit und mit gepackten Koffern machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Emma war gut gelaunt und machte alles prima mit. Im Flieger turnte sie zwar die ganze Zeit auf Mama rum, aber sie beschwerte sich nicht und war eher fröhlich und neugierig. Erst zur Landung fielen ihr dann die Augen zu. Kaum am Kofferband angekommen war sie aber schon wieder munter und sauste in der Flughafenhalle rum. Der Transfer mit dem Bus zum Hotel klappte dann auch prima und obwohl es schon langsam dunkel wurde war sie kaum quengelig.



Aber wie heisst es so schön "Die ersten Pflaumen sind madig". Leider verlief der restliche Urlaub nicht so unkompliziert wie die Anreise. Emma schien sich dort nicht wirklich wohl zu fühlen und konnte selbst dem Strand nicht viel abgewinnen. Sie wollte nicht ins Wasser und mehr als 30 min buddeln im Sand war auch nicht drin. Selbst das größte Gematsche konnte sie nicht wirklich erfreuen und eigentlich war sie ständig am meckern oder klebte wie ein kleines Äffchen an Mama. Etwas gelöster war sie nur, wenn sie durch die Lobby düsen konnte oder sich auf dem Zimmer austoben konnte. Der Spielplatz in der Anlage konnte auch immer nur kurz ablenken und irgendwie war alles nicht so richtig für sie. Essen war die reinste Katastrophe und es war eine echte Herausforderung irgendetwas ausser Eis oder Salzstangen in sie hinein zu bekommen. Die letzte Rettung war dann ein Milchbrei aus der Apotheke. So akzeptierte sie wenigstens etwas zum Frühstück und Abendessen. Schade, dass sie uns nicht sagen konnte, woran es lag, ob es ihr zu warm war oder ob sie vielleicht die Zähne geärgert haben. Ganz ehrlich: wir waren froh, als wir nach 8 Tagen wieder ins Flugzeug steigen konnten. Der Rückflug war dann recht entspannend, da Emma 2 Stunden schlief. Irgendwie war der Urlaub ein kompletter Rückschritt. Denn danach klammerte sie wieder viel mehr, wirkte zeitweise schüchterner und war ein Stück weit weniger offen als vorher. Es dauerte fast zwei Wochen bis wir wieder unser fröhliches kleines Mädchen zurück hatten. Da kann man sich schon jetzt auf die nächsten Ferien freuen ;-)