Der restliche Sommer verlief relativ unspektakulär und war geprägt von den täglichen Spielplatzbesuchen und Wochenendausflügen nach Beeskow. Bei Oma und Opa konnte sich Emma wie immer im Garten austoben und genoss es an den wenigen heißen Tagen in diesem Jahr nackig über den Rasen zu flitzen und mit Wasser zu pantschen. Natürlich standen auch noch einige Geburtstage auf dem Programm und die ganze Familie freute sich immer unseren Floh zu sehen. Rico´s Elternzeit näherte sich auch langsam aber sicher dem Ende zu und er besuchte mit Emma die vorerst letzten Stunden beim Kinderschwimmen und Kinderturnen. Im September gab es dann noch eine Mopedtour zum Oldtimertreffen bei Fürstenwalde. Opa, Papa und Mama düsten mit ihren Oldies los, während Emma mit Oma bequem im Auto hinterher kamen. Vor Ort staunte Emma nicht schlecht über die vielen "Brumm Brumm" und "Trecker". Mittags gab es dann Bratwurst und rote Brause und Emma wirbelte munter übers Gelände. Tja und dann gab es natürlich noch die langersehnte Urlaubsreise. Aber davon haben wir ja schon berichtet.
Direkt nach unserem Urlaub startete dann der Ernst des Lebens - die Eingewöhnung in den Kindergarten. Ihr könnt euch jetzt sicher denken, dass das Timing nicht gerade stimmig war und alles eher schwierig verlief. Obwohl die ersten 2-3 Tage noch ganz gut liefen und Emma sehr neugierig und aufgeschlossen war. So viel neues Spielzeug muss ja auch erstmal erkundet werden. Aber dann schien sie zu merken, dass ja ausser ihrer Mama keine andere dabei ist und klammerte immer mehr. Sie schaute ständig, ob Mama denn noch da ist und konnte sicher immer schwieriger aufs Spielen einlassen. Mama durfte nichtmal zur Toilette oder ein Glas Wasser holen, ohne dass dicke Kullertränen liefen. Nach 1 1/2 Wochen kam dann der Tag, an dem Mama tatsächlich ging und sie für ca. zwei Stunden allein in der Kita liess. Das Gebrüll war natürlich riesengross und die Erzieher hatten gut zu tun, sie abzulenken und zu trösten. Als ich dann wieder kam, spielte sie aber schön und zeigte mir dann ganz stolz was sie so gemacht hatte. Stück für Stück blieb sie dann länger in der Kita, auch wenn es schwerfiel, ein schluchzendes Kind abzugeben. Selbst die Erzieher hatten nicht erwartet, dass Emma sich so schwer tut und sie ihr ganzes Können unter Beweis stellen müssen, um sie aufzumuntern. Seit zwei Wochen ist sie ein richtiges Kindergartenkind und geht täglich von 8:00 - 15:30 hin. Morgens weint sie weiterhin bitterlich und klammert sich richtig an einen, aber sie beruhigt sich wohl sehr schnell und dann funktioniert es auch ganz gut. Allerdings bleibt sie ständig in der Nähe der Erzieher und ist am liebsten auf dem Schoss oder Arm, aber irgendwann wird auch das besser werden.


Ansonsten ist sie ein wirklich aufgewecktes und tolles Kind. Sie hat eine unglaubliche Mimik und bringt uns immer wieder zum Schmunzeln und Staunen. Sie kann herrliche Schnuten ziehen, skeptische Blicke werfen und man kann nie ernst bleiben bei ihrem verschmitzten Grinsen. Auch ihre Gestik ist nicht zu verachten und sie setzt gerne ihren ganzen Körper ein, um etwas zu erreichen. Bewegung ist eh ihr Ding und sie kann nie lange still sitzen. Stattdessen hüpft oder tanzt sie durch die ganze Wohnung. Wenn Musik läuft wackelt sie mit dem Po und stampft mit einem Fuß auf den Boden. Klatscht dabei vergnügt in die Hände und dreht sich um die eigene Achse. Sie isst jetzt meistens komplett allein und trinkt wie selbstverständlich aus Tassen und Gläsern. Sie kann Türme bauen, Treppen steigen und auf dem Spielplatz rutschen. Sie beobachtet immer ganz genau was andere machen und prägt sich das ein. Wenn Opa oder Papa am Moped bauen ist sie natürlich dabei und schraubt dann an ihrem Bobbycar weiter. Wenn Mama auf zwei Fingern pfeift muss sie das auch probieren. Wenn man sich weh getan hat, dann pustet sie darauf und macht "ei". Sie gibt gerne Küsschen und schmust auch viel, vor allem mit Mama :-)
Sprachlich hat sie sich extrem gemausert und setzt immer mehr Wörter im Alltag ein. Zum Beispiel: Hallo, Kuckuck, Tschüss, komm, hoch, oben, kucken, Kitty, Buch, Ball, Tür, haben, alle, Müll, Jacke, Mond, dahin. Sie plappert zwar auch noch viel Kauderwelsch, aber sie versucht jetzt ständig Wörter nachzusprechen. Es ist aber unheimlich süß, wenn sie einen todernst anschaut und etwas sagt, was nach einem vollständigen Satz mit Betonung klingt, man aber nichts versteht. Trotzdem kann sie einem ziemlich genau vermitteln was sie gerade möchte. Sie kann sich schon prima durchsetzen und hat ihren eigenen Kopf. Bestimmte Dinge müssen so ablaufen wie sie es sich in den Kopf gesetzt hat, sonst wird dramatisch gebockt. Es kann also schonmal passieren, dass sie Gummistiefel bei herrlichem Sonnenschein trägt, weil sie unbedingt die anziehen will. Oder es muss das T-Shirt mit der Kitty auf dem Bauch sein und das Wasser muss sie natürlich selbst ins Glas giessen. Wenn möglich versuchen wir sie so viel wie möglich in alles einzubinden, weil sie es toll findet, wenn sie den Tisch decken oder die Waschmaschine ausräumen darf. Sie will eben schon ein grosses Mädchen sein und alles allein machen. Überhaupt ist sie schon jetzt ein typisches Mädchen. Sie weiß ganz genau, wenn sie was neues zum Anziehen hat und freut sich, wenn sie schick aussieht. Sie zeigt dann auch ganz stolz darauf und muss erstmal in den Spiegel gucken. Sie ist wirklich das Beste was uns passieren und konnte und der Sonnenschein in der ganzen Familie.











1 Kommentare:
Hi, Ihr drei. ich kenne einen Maxim (1,5 J.), der schreit auch jeden Morgen + da schreien alle Kinder, wenn sie früh kommen.das wird schon noch besser!
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