Samstag, 10. November 2012

Urlaub kann so schön sein ... Part 2

Obwohl unsere letzte Türkeireise ja nicht gerade nach Wiederholung schrie, buchten wir für Ende September trotzdem mutig eine Woche Sonne. Die Strandtage an der Ostsee ließen vermuten, dass es dieses Mal besser werden würde und so machten wir uns gutgelaunt am 22.09.12 in den frühen Morgenstunden auf in den wohlverdienten Urlaub. Unser Plan, Emma schlafend ins Auto zu packen, ging natürlich nicht auf und so ging es munter plappernd Richtung Flughafen. Trotz des unterbrochenen Schlafes und der ganzen Aufregung war Emma wirklich bestens drauf und schlief erst beim Start des Flugzeuges wieder ein. Der Flug selbst verlief ruhig und Emma war das liebste Kind. Nach der Landung hatten wir wirklich ruckzuck unsere Koffer und dank des gebuchten Privattransfers waren wir innerhalb einer Stunde am Hotel. Dort konnten wir zum Glück auch gleich die Zimmer beziehen, um dann direkt eine Runde durch die Anlage zu drehen.
 Im Großen und Ganzen haben wir wirklich schöne Tage verlebt. Wir hatten fantastisches Wetter um 30° mit strahlend blauem Himmel, ein herrlich warmes Meer, ein komfortables großes Zimmer, leckere Mahlzeiten, immer eine freie Liege am Strand und ein fast zufriedenes Kind. Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte man fast von Entspannung reden. Sie hat eigentlich alles prima mitgemacht, nur wenn sie müde war oder ihr langweilig wurde, hieß es schnell … ich will nachhause … Dazu kam, dass sie den Opa sehr vermisst hat und beinahe täglich davon sprach, dass er sie und Oma abholen kommt. Wenn man sich aber immer wieder etwas Neues einfallen ließ, um sie bei Laune zu halten, dann kam auch sie in Urlaubsstimmung. Beim Buddeln fühlte sie sich auf jeden Fall pudelwohl und marschierte auch immer wieder selbst zum Meer, um mit Eimer und Gießkanne Wasser zu holen. 
Schön war, als wir Nele und ihre Familie kennengelernt haben und die beiden so jemand zum Spielen hatten. Natürlich mussten wir bei den Zankereien oft eingreifen, aber es gab auch Momente, da waren sie sich einig und ein Herz und eine Seele. Das Meer war ihr erst nicht so geheuer, aber war sie erst einmal drin, gab es kein Halten mehr und es wurde richtig getobt. Dank der Schwimmflügel konnte sie sich wunderbar selbst über Wasser halten und gab auch immer wieder kund, dass sie das schon ganz alleine kann. Ohne Salz und Pfeffer … Das gab sie zum Besten, als wir sagten, dass sie das Wasser wegen dem Salz nicht trinken kann. 



Hoch im Kurs stand auch der kleine Spielplatz, der wirklich schön umringt von viel Grün und Blumen angelegt war. Blöd war nur, dass dieser nur in der Zeit von 17-19 Uhr zur Verfügung stand. Aber da wir eh meistens bis 16 Uhr am Strand verweilten und danach unweigerlich am Eisstand vorbeikamen, ließ sich die Zeit mit einigen Eiskugeln gut überbrücken. 

 
Zum Abendessen wurde es dann immer etwas schwierig, da dann langsam die Müdigkeit einsetzte und geduldig am Tisch sitzen war dann nicht wirklich angesagt. Deshalb durfte sie dabei auf dem IPhone ein paar Kinder-Apps spielen und wir versorgten sie mit dem Essen. Von außen betrachtet sah das sicher ein bisschen befremdlich aus und ich hätte mich kinderlos über eine solche Beschäftigungstherapie sicher auch aufgeregt. Aber vor 19 Uhr gab es leider nichts zu essen und wir haben uns auch wirklich immer beeilt, die Maus dann schnell ins Bett zu bringen. Spätestens 20 Uhr schlief sie dann auch und da wir ja 3 Erwachsene waren, konnte einer auf das schlafende Kind aufpassen, während die anderen zwei ein bisschen bummeln konnten.

Obwohl so ein Klimawechsel immer schön ist, waren wir dann auch froh als es nach einer Woche wieder nachhause ging. Mit Kind gestaltet sich das Reisen eben doch komplett anders und da hat der normale Rhythmus zuhause auch durchaus seine Vorteile. Die Rückreise gestaltete sich genauso unkompliziert wie die Anreise. Emma verschlief den halben Flug und war trotz der späten Ankunft in Berlin absolut pflegeleicht. Jetzt können wir auf ein paar tolle Tage zurückblicken und uns schon in Vorfreude auf die Reisen im neuen Jahr üben.