Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten!

Wir wünschen allen Lesern, ein entspanntes Weihnachtsfest im Kreise der Liebsten! Genießt das Festtagsessen, erfreut euch an den Geschenken, habt viele gemütliche Stunden und lasst es euch gutgehen. Wir hatten heute einen schönen Start und eine große Hilfe beim Schmücken des Baumes. In diesem Sinne: Merry Christmas!



  





Donnerstag, 24. Oktober 2013

Leinen los und Schiff ahoi


Ende September hieß es dann "Leinen los und Schiff ahoi". Unsere letzte Urlaubswoche in 2013 verbrachten wir auf einer Kreuzfahrt durch das westliche Mittelmeer. Zuerst ging es mit dem Flieger nach Valletta und von dort dann direkt auf die Mein Schiff 2 von TUI. Der Anreisetag war ziemlich anstrengend, weil wir erst spät landeten und dann alles etwas hektisch war. Kurz frisch machen, dann schnell einen Happen essen und schon stand die Seenotrettung auf dem Programm, die für jeden Passagier verpflichtend ist. Obwohl der Hafen von Valletta wirklich wunderschön ist, kam beim ersten Ablegen noch keine rechte Urlaubsstimmung auf. Mit unserer Kabine hatten wir aber echt Glück, diese lag auf Deck 9 im Bugbereich und war gar nicht so klein wie erwartetet. Wir 3 hatten ausreichend Platz und viel haben wir uns darin eh nicht aufgehalten. 


Den nächsten Tag verbrachten wir komplett auf See und wir hatten Zeit, das Schiff zu erkunden. Besonders der Kids Club wurde gründlich unter die Lupe genommen und von Emma für gut bewertet.  Schon am nächsten Vormittag blieb sie eine Weile ohne uns dort. Die Betreuer waren auch wirklich klasse und gaben sich viel Mühe, die Kleinen zu beschäftigen. Die Woche stand unter dem Motto Naturvölker und so gab es täglich interessante Programmpunkte rund um Indianer, Maori und Azteken oder Maya. Es wurde ganz viel gebastelt, mit Pfeil und Bogen auf Büffeljagd gegangen oder eine Rallye übers Schiff veranstaltet. Emma hat dort echt Spaß und war manchmal kaum wegzubewegen. Gerade eine der Betreuerinnen hatte sie sofort ins Herz geschlossen und so konnte sie such auch leicht mal von uns trennen.

Uns gab das Raum, auch mal allein essen zu gehen oder mal an einer der unzähligen Bars zu verweilen. Das Essen und die Getränke waren echt richtig gut, alles super frisch zubereitet und von guter Qualität. Wer wollte konnte rund um die Uhr essen. Die Reise führte uns dann nach Monte Carlo, wo wir das erste Mal von Bord gingen und uns das Fürstentum ansahen. Wir konnten sogar einen Blick auf Prinz Albert werfen, als wir gerade am Palast waren. Weiter ging es dann nach Ajaccio auf Korsika. Wir machten einen wunderschönen Ausflug, der uns zu einer Honigfarm, einer Destillerie für ätherische Öle und einem Weingut führte. Emma war ganz gut drauf und fand es am besten, die verschiedenen Honige zu probieren. Nachmittags nutzten wir die Gelegenheit für einen kurzen Landgang ohne Emma, weil sie im Kids Club bleiben wollte. Wir schlenderten ein wenig durch die Gassen und genossen das gute Wetter. 


Am nächsten Tag legten wir in Civitaveccia an, ein Hafen ca. 70 km von Rom entfernt.  Wir bummelten einmal kurz durch die Stadt und verweilten dann etwas an der Strandpromenade. Emma war glücklich, Karussell zu fahren und sich auf einem Spielplatz auszutoben. Am Nachmittag blieben wir auf dem Schiff und suchten uns ein schönes Plätzchen am Pool. Emma hatte Spaß, im Wasser zu toben und vor allem die Whirlpools fand sie klasse. 






Das Leben auf dem Schiff wurde von Tag zu Tag entspannter und man kam richtig zur Ruhe. Es folgte ein Schiffstag und wir hielten uns wieder viel am Pool auf, machten eine lustige Familienrallye und genossen einfach die freie Zeit. Schließlich landeten wir in Catania auf Sizilien, eine wunderschöne, aber laute Stadt im barocken Stil. Unser Ausflug führte uns ca. 5 km zu Fuß durch die Stadt, vorbei am trubeligen Fischmarkt, vielen Menschenmassen und wunderschönen Gebäuden. Der Abschluss bildete ein Besuch in einem der besten Cafes und bei Kaffee, Gebäck und Granita (eine Art feinstes Sorbet) kamen wir etwas zur Ruhe. Der Nachmittag war dann wieder deutlich relaxter. 


Wir genossen das gute Essen noch einmal in vollen Zügen, tranken  den letzten Cocktail und mussten dann tatsächlich schon die Koffer packen. Am nächsten Morgen um 07:30 Uhr ging schon unser Transfer zum Flughafen und wir mussten früh aufstehen. Die Rückreise klappte ohne Probleme und ruckzuck war eine Woche um und wir wieder in Berlin. Die Tage auf die Schiff waren echt fantastisch und wir können so eine Reise uneingeschränkt empfehlen. Wir haben uns wirklich sehr wohl gefühlt, was zuletzt auch am guten Service und der netten Crew lag. Wir haben direkt die nächste Tour für November 2014 rund um die Kanaren gebucht und freuen uns schon wieder auf unser Schiff.




Mittwoch, 23. Oktober 2013

Schnipp schnapp, Mandeln ab....



Im September stand dann leider Emmas Mandel-OP an. Am 02.09.2013 fanden die Voruntersuchungen statt, welche sie wirklich geduldig über sich ergehen ließ. Selbst beim Blutabnehmen zuckte sie kaum mit der Wimper und unsere Erklärungen, dass wir am nächsten Tag wieder ins Krankenhaus fahren und dann auch etwas bleiben müssen, nahm sie relativ gelassen auf. Wichtig war, dass wir versichert haben, dass Mama die ganze Zeit bei ihr bleibt. Leider stellte sich heraus, dass die Gaumenmandeln komplett entfernt werden müssen und uns so mindestens 5 Tage im Krankenhausaufenthalt erwarteten. Am 03.09.2013 sollten wir eigentlich erst gegen 09:30 Uhr im Krankenhaus aufschlagen, aber der Tag startete dann sehr hektisch, weil es irgendwelche Probleme mit der Blutprobe gab und wir somit früher kommen sollten. Im Krankenhaus angekommen ging es auch direkt in den Behandlungsraum und im Rahmen der Blutabnahme wurde gleich ein Zugang gelegt. Das war dann für die Maus doch alles etwas viel und die ersten Tränchen kullerten. Sie ließ sich aber gut beruhigen und mit viel Ablenkung überstanden wir auch die Wartezeit. Selbst die Tatsache, dass sie nichts mehr essen und trinken durfte, nahm sie ganz gut auf. Sie sagte zwar immer mal wieder, dass sie Hunger hat, aber es gab nicht den erwarteten Riesenaufstand. Der kam erst kurz bevor es losging und sie eine Art OP-Hemd anziehen sollte. Trotz Kindermotiven, weigerte sich unter großem Protest und viel Schluchzen und Tränen. Wahrscheinlich machte sich da die ganze Anspannung bemerkbar. Wir beließen es dann dabei und kuschelten ganz fest mit ihr, den Beruhigungssaft nahm sie dann gottseidank, kam zur Ruhe und schlief schließlich in meinen Armen ein. Wir legten sie dann schlafend in das bereitstehende Bett und begleiteten Sie bis zur OP-Schleuse. Dort kamen mir dann die Tränen, es ist echt ein furchtbares Gefühl, wenn man sein Kind in fremde Hände gibt. Danach hieß es warten, wir versuchten uns zwar durch einen Spaziergang abzulenken, aber  die Zeit kroch nur so dahin. Gegen 13:30 Uhr kam dann endlich der Anruf, dass wir zu Emma in den Aufwachraum dürfen. Da war sie gar nicht richtig bei sich und weinte ganz heiser. Ich durfte sie dann zum Glück auf den Arm nehmen und so beruhigte sie sich gleich und schlief wieder ein. Gegen 14 Uhr kam sie dann auf Station und da schlief sie fast den ganzen Tag. Gegen 18 Uhr war sie das erste Mal richtig wach und aß dann auch ein kleines Eis. 






Die Tage im Krankenhaus waren insgesamt nicht einfach, aber Emma schlug sich echt tapfer. Sie tat uns nur echt leid, da wir sie ständig mit Essen und Trinken gängelten. Aber gerade das Trinken war super wichtig für die Wundheilung und ohne Essen war sie ganz schön schwach und somit quengelig. Nur die Nächte waren eine echte Katastrophe, sie wurde stündlich wach und ließ sich nur durchs Tragen über den Stationsflur beruhigen. Generell haben wir sie in der Zeit wahnsinnig viel geschleppt und den Flur kannten wir schon in und auswendig. Mein Rücken hat ganz schön gelitten. Wir waren froh, als wir endlich wieder zuhause waren und so langsam wieder der Alltag einkehrte. Es wurde nur immer schwieriger, sie vom Toben abzuhalten, sie musste sich ja wirklich noch 2 Wochen schonen. Auf jeden Fall haben wir das Ganze überstanden und man merkt auch wirklich eine Verbesserung. Die Maus schnarcht nicht mehr, atmet extrem leise und schläft insgesamt deutlich ruhiger. 



Dienstag, 22. Oktober 2013

Sommer, Sonne, Wirbelwind


Lange lange habe ich hier nichts von uns hören lassen. Aber es geht uns gut, nur der Alltag lässt kaum Raum. Die Zeit rast und irgendwie ist man abends froh, wenn man auf der Couch sitzt und nichts mehr machen muss. Dabei habe ich so viele Dinge im Hinterkopf, die ich noch erledigen will (Fotobücher erstellen, Klamotten aussortieren, Steuererklärung, Nähen, Blogeinträge, Telefonate usw.) Wir können auf jeden Fall auf einen entspannten Sommer zurückblicken, mit vielen netten Grillabenden, schöne Treffen mit lieben Freunden und einem tollem Urlaub. Wir waren wieder für eine Woche am Weissenhäuser Strand und hatten echt Glück mit dem Wetter. Leider wollte der Opa lieber zuhause bleiben, aber immerhin sorgte Oma für etwas Abwechslung. Emma fühlte sich am Strand pudelwohl und hatte nach und nach immer mehr Spaß in der Ostsee. Aus dem Dschungelland war sie kaum weg zu bewegen  und so war sie abends nach dem Klettern, Hüpfen und Toben echt platt und schlief recht zeitig. Somit hatten wir Großen Zeit, gemütlich auf dem Balkon zu sitzen, um Karten zu spielen. In der Woche danach besuchten wir noch unsere mittlerweile schon langjährige Urlaubsfreundschaft in der Nähe von Hannover. Wir hatten uns in der Zwischenzeit knapp 3 Jahre nicht gesehen und so gab es viel zu erzählen, aber trotz der Entfernung und der vergangenen Zeit hatten wir genauso viel Spaß wie immer. Die beiden sind auch unglaublich herzlich und gastfreundlich, so dass man sich einfach wohlfühlen muss. Auch Emma fremdelte kaum, obwohl sie die beiden praktisch nicht kannte. Zum Abschluss besuchten wir noch den Zoo in Hannover, leider hatte Emma keine große Lust auf Tiere und machte uns damit verrückt, dass sie auf den Spielplatz will. Es war kochend heiß und so machten wir uns dann früher als geplant auf den Rückweg. So konnte ich nur einen kurzen Blick auf meine heißgeliebten Flusspferde werfen. 




Der August verlief dann relativ unspektakulär. Emma hatte einige Spielverabredungen und war auf zwei Kindergeburtstagen eingeladen. Es ist echt schön zu beobachten, wie schon Kinder soziale Kontakte pflegen und miteinander umgehen. Da merkt man erst, wie wichtig das auch für die Entwicklung ist. Ansonsten läuft bei ihr weiterhin alles wunderbar, sie ist ein fröhliches, aufgewecktes kleines Mädchen, was immer mehr Zusammenhänge versteht und das auch fleißig kommentiert. Sie plappert den ganzen Tag und erklärt uns die Welt, viele ihrer Sätze beginnen mit ... weiß Du ... Sie fragt uns Löcher in den Bauch und Warum ist eine absolute Standardfrage. Sie hat eine blühende Fantasie und geht in Rollenspielen auf. Sie denkt sich tolle Sachen aus und bringt uns zum Lachen. Sie bastelt, knetet und malt unheimlich gern und hat dabei auch die meiste Ausdauer. Mit Klebstoff und Schere bewaffnet kann sie sich auch mal ein paar Minuten allein beschäftigen. Trotzdem hat sie Hummeln im Hintern und ist ständig in Bewegung. Sie liebt es, wenn man zusammen mit ihr turnt oder tanzt. Sie hat das Schaukeln für sich entdeckt und kann jetzt sogar allein Schwung holen. In Opas und Omas Garten herumtollen ist noch immer angesagt und sie fordert ihre Zeit dort auch ein oder sagt ganz klar, dass sie die beiden vermisst. Gerade der Opa und Emma sind ein tolles Gespann, Emma sagt ja auch selbst, dass Opa die Ersatzmama ist, wenn ich nicht da bin :-) Sie ist immer noch sehr verkuschelt und holt sich vor allem bei mir sehr viele Streicheleinheiten. Nähe ist ihr einfach sehr wichtig und das macht sie auch deutlich. Wenn sie müde ist oder nicht das erreicht, was sie gerade möchte, kann sie sehr zickig werden und man kommt mit Reden oft nicht weiter, ein Runde festes Kuscheln hilft da meistens schneller. Aber grundsätzlich kann man auch schon viele Dinge mit ihr aushandeln oder Kompromisse eingehen. Es ist eben wichtig, dass sie kleine Sachen mitentscheidet oder bei verschiedenen Dingen gefragt werden möchte. Aber das gehört dazu, stärkt ihr Selbstvertrauen und hilft beim Großwerden. 


Freitag, 31. Mai 2013

Der Frühling mit unserem Sonnenschein


Eigentlich gibt es nicht viel zu berichten, aber ich dachte, es wird trotzdem mal wieder Zeit für ein kleines Update. Zumal der Geburtstag ja auch schon wieder 3 Monate her ist. Unmittelbar nach Emmas Fete standen auch schon 3 weitere Kindergeburtstage auf dem Programm. Zuerst waren wir bei Amy eingeladen und dann bei Ihren Kita-Freunden Leni und Konrad. Es ist wirklich schön zu sehen, wie unterschiedlich gefeiert wird und wie süß die Kinder miteinander umgehen. Eine tolle Erfahrung war, dass Emma zusammen mit anderen Geburtstagsgästen von Konrads Mama direkt aus der Kita abgeholt wurde und sie dann erst einmal ganz ohne Eltern feiern konnten. Emma war natürlich absolut brav und war ganz begeistert von der tollen Feier. Ich denke, dass wir das nächstes Jahr ähnlich handhaben werden.

 

Im März fand das jährliche Kita-Hotel statt und bescherte uns so einen kinderfreien Freitag. Ein bisschen mulmig war uns schon, ob die Übernachtung in der Kita klappt, aber unsere Sorge war völlig unberechtigt. Emma verbrachte eine spannende Zeit in der Kita, schlief ohne Tränen ein und weckte die Erzieherinnen als eines der ersten Kinder. Anschließend ging es noch in ein Mitmachmuseum und als Abschluss gab es ein Mittagspicknick in der Kita. Samstag gegen 14 Uhr holten wir unser gutgelauntes und aufgeregt plapperndes Kind wieder ab.



Ostern verbrachten wir entspannt in Beeskow. Karfreitag machten wir auf Wunsch von Emma spontan ein kleines Lagerfeuer. Es gab frisches Stockbrot, Glühwein und Kakao. So ließ es sich selbst bei den eher ungemütlichen Temperaturen draußen gut aushalten. Der Osterhase war mehr als fleißig und Emma hatte gut zu tun, alle Geschenke zu finden. Das größere Laufrad kam bestens an und sie flitzte viel durch die Gegend.

             

Bald darauf hieß es für uns: Abflug nach New York und für Emma Urlaub in Beeskow. Dank Oma und Opa hatten wir es tatsächlich gewagt und 5 Tage Big Apple gebucht. Umso näher der Abflug rückte, desto nervöser wurde ich, ob auch alles klappen würde. Die Maus hat zwar schon öfter mal ein paar Tage bei den Großeltern verbracht, aber jetzt waren es gleich 6 Nächte ohne uns.  Ich hatte schon ein wenig Angst, ob sie das gut verkraften würde und ob sie vor allem hinterher sehr klammern würde. Ich wusste zwar, dass sie bei meinen Eltern bestens aufgehoben ist, aber es hätte ja trotzdem irgendwas sein können und wir wären dann tausende von Kilometern entfernt gewesen. Es lief natürlich alles ohne Probleme und Emma wurde perfekt betreut. Das Wetter war während unserer Abwesenheit traumhaft und so war Emma von früh bis spät im Garten unterwegs. Nach unserer Rückreise wurden wir stürmisch in Empfang genommen, Emma berichtete von ihren Unternehmungen und fragte natürlich, ob wir ihr etwas mitgebracht haben. Danach kehrte ruckzuck der Alltag wieder ein und wir waren froh, dass alles so einfach über die Bühne gegangen war.


Im April wurde Emma dann wieder ordentlich durchgecheckt. Zuerst stand der Kontrolltermin beim Zahnarzt an, bei dem zum Glück alles in bester Ordnung war. Kurz darauf folgte die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Emma musste beantworten, ob sie sich schon allein an- und ausziehen kann, im Haushalt hilft, in der Kindergarten geht usw. Dann gab es einen kleinen Sehtest und ihre Maße wurden genommen. Sie wiegt jetzt auf einer Größe von 95 cm knapp 14 Kilo und hat einen Kopfumfang von 49 cm, somit passt proportional alles perfekt zusammen. Die Schwester und Ärztin waren beide total begeistert, weil sie wohl selten ein Kind erleben, welches die U7a so wunderbar mitmacht. Emma hat viel erzählt und alle gestellten Aufgaben ohne Murren erledigt, sie ist ein gesundes aufgewecktes Kind und völlig ihrem Alter entsprechend. Allerdings bekamen wir eine Überweisung zum HNO, weil wir die immer mal vorkommenden Atemaussetzer in der Nacht, das Schnarchen und das Schlafen mit offenen Mund angesprochen hatten. Diesen Termin haben wir jetzt gerade hinter uns und leider mit nicht so guten Nachrichten. Ihre Mandeln sind stark vergrößert und bereiten dadurch die Probleme, zusätzlich behindern auch die Rachenpolypen die nächtliche Atmung. Die Ärztin hat uns direkt eine Einweisung fürs Krankenhaus mitgegeben, weil beides entfernt werden soll. Anfang September geht’s dann also zur OP ins Krankenhaus Friedrichshain. Dort wird dann noch einmal genau besprochen, was gemacht wird und wie lange alles dauern wird. Emma haben wir natürlich noch nichts gesagt, es macht ja keinen Sinn, sie jetzt schon damit zu belasten. Wir sind natürlich alles andere als begeistert und machen uns Sorgen, aber wahrscheinlich lässt sich dadurch auch erklären, warum Emma immer so eine schlechte Schläferin war.



In der Woche über Himmelfahrt hatte die Kita zu und Emma blieb von Montag bis Mittwoch bei Oma und Opa. Das war wieder gar kein Problem und mit Eis-essen, schwimmen und draußen toben war die Zeit ruckzuck um. Donnerstag ging es dann schon vor dem Aufstehen mit der Bahn Richtung Aschaffenburg. Wir waren nämlich bei Nele, Jacqueline und Torsten eingeladen, die wir letztes Jahr im Türkei-Urlaub kennengelernt hatten. Obwohl Emma schon nach wenigen Minuten fragte, wann wir endlich da sind, verging die Zugfahrt relativ schnell. Bücher anschauen, naschen, die 1. Klasse entdecken und Quatsch machen und schon waren 4 Stunden um. In Hanau hatten wir eine halbe Stunde Aufenthalt bevor es dann nach Aschaffenburg weiterging. Dort schwächelte Emma schließlich, die ja auch schon seit 4:15 Uhr wach war und schlief in Mamas Armen ein. Lange währte das nicht, denn schon waren wir in Aschaffenburg angekommen und wurden von unseren Freunden in Empfang genommen. Leider verstanden sich die Mädels nicht so gut wie gedacht und so waren die Tage teilweise recht anstrengend. Aber wir machten natürlich das Beste daraus und genossen vor allem die Zeit, wenn die Kinder im Bett waren :-) Nach Darmstadt machten wir auch einen kleinen Abstecher, um Franzi und Luis zu besuchen. Emma war ganz begeistert von dem Baby und erzählt noch heute, wie klitzeklein er doch ist.



Ansonsten ist Emma weiterhin ein aufgewecktes, fröhliches kleines Mädchen und macht uns viel Freude. Sie hat immer wieder neue Ideen, quatscht den ganzen Tag, erklärt uns die Welt und bringt uns ständig zum Lachen. Rollenspiele sind weiterhin absolut ihr Ding, alle Alltagssituationen werden dabei berücksichtigt und mir ist mittlerweile auch klar, warum sie sich schwer allein beschäftigen kann. Rollenspiele lassen sich einfach schlecht allein umsetzen, also müssen Mama oder Papa eben herhalten. Deshalb sind Spielbesuche immer sehr praktisch. Egal, ob wir Kinder zu Besuch haben oder bei anderen eingeladen sind. Meistens klappt es ganz gut und die Kinder beschäftigen sich wirklich miteinander, so dass die Erwachsenen mal etwas Ruhe haben. Motorisch ist sie absolut fit - sie schlägt Purzelbäume ohne Ende, hüpft auf einem Bein und das sogar rückwärts oder turnt wie wild auf ihrem geliebten Trampolin. Wenn sie losflitzt hat man schon fast Mühe, sie einzuholen. Auch Treppen steigt sie in einem Affenzahn und alles was man um die Wette machen kann, begeistert sie. Sie will jetzt zwar immer öfter ihren Kopf durchsetzen, aber meistens kann man alles mit Kompromissen oder Ablenkung regeln. Das kostet zwar immer Kraft, aber gehört nun einmal zur Entwicklung dazu. Im Großen und Ganzen ist sie aber schon ein Sonnenschein.

Goodbye Big Apple

Mittwoch starten wir nun in die letzten Stunden New York. Erstmal ging es wie üblich zum Frühstück, dieses Mal entschieden wir uns für ein All-you-can-eat Buffet. Ich fand es nur mittelmäßig, aber wir waren gut gestärkt für den Tag. Ein letztes Mal machten wir uns auf zum Times Square. Einige Souvenirs wollten noch gekauft werden und so stöberten wir durch die zahlreichen Krimskramsläden. Für Petra machten wir noch einen Abstecher zu Sketchers, aber das richtige war für sie nicht dabei. Langsam wurde es Zeit für den Checkout und so packten wir im Hotel die letzten Sachen und begaben uns zur Rezeption. Dort waren wir in wenigen Minuten fertig und wir lagerten die Koffer im Gepäckraum ein. Danach bewegten wir uns über die 7th bis hin zum Central Park. Unterwegs holten wir uns alle noch ein leckeres Sandwich, welches dann gemütlich im Park verspeist wurde. Das war der perfekte Ausklang für 3 spannende Tage. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg, lösten unser Gepäck aus und nahmen uns ein Taxi zum Flughafen.



Die Fahrt verlief ohne Staus und wir waren schnell am Flughafen. Das dortige Einchecken verlief unspektakulär, wir gaben die letzten Dollar für Süßigkeiten aus und schon war Zeit fürs Boarding. Wir bekamen eine 3er Reihe im hinteren Teils des Flugzeugs, welches noch zahlreiche freie Plätze aufwies. Das erwies sich als großer Vorteil, denn Ricos Sitz klappte immer von allein nach hinten und so war es praktisch, dass er auf eine freie Reihe umziehen konnte. Petra und ich hatten dadurch natürlich auch mehr Platz und machten es uns so bequem es eben beim Fliegen geht. Die Zeit verging mit Essen und Fernsehen wieder ruck zuck und hätte der Typ hinter mir sich nicht beim Aufstehen auf meinen Sitz aufgelehnt, hätte ich sogar prima schlafen können. Gegen 4 Uhr morgens war ich endlich mal eingeschlafen und dann wurde ich durch diese blöde Aktion wieder auf dem Schlaf gerissen. Wir landeten pünktlich, holten unser Gepäck, verabschiedeten Petra und suchten uns ein Taxi. Punkt 9 Uhr waren wir zuhause, räumten im Eiltempo unsere Koffer aus und nahmen nur 20 min später Emma in Empfang. Die Maus freute sich natürlich riesig, dass Mama und Papa endlich wieder da waren und fragte auch gleich, ob wir ihr was mitgebracht haben. Bei Oma und Opa hatte zum Glück alles bestens geklappt und dank dem schönen Wetter waren sie von früh bis spät im Garten unterwegs. Nachdem sie erst einmal 2 Stunden nicht von meiner Seite wich, legte sich das aber wieder und es kehrte im Handumdrehen wieder Normalität sein. Dauerbespaßung mit Jetleg ist zwar kein Vergnügen, aber darauf nehmen Kinder nunmal keine Rücksicht, schon gar nicht, wenn Mama und Papa so vermisst wurden. Wir hatten auf jeden Fall eine tolle Reise und ich bin mir sicher, dass wir New York irgendwann noch einmal besuchen werden.

Käsekuchen über den Dächern von NY


Der Dienstag verlief dann etwas ruhiger und entspannter. Wir stärkten uns mit einem Creamcheesebagel in einem Deli gleich um die Ecke vom Hotel und gingen dann zur Ubahn. Ich muss zugeben, dass ich schon etwas über den Zustand schockiert war. Im Gegensatz zur Berliner Ubahn sind die Bahnsteige in New York ganz schön runtergekommen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man da von einem gewissen Charme sprechen kann oder ob es einfach nur abgeranzt aussieht. Jedenfalls hatten wir das System schnell verstanden und nahmen eine Bahn Richtung Chelsea. Dort schlenderten wir dann gemütlich zum Chelsea Market. Das alte Fabrikgebäude mit den verschiedenen kleinen Läden gefiel uns richtig gut und wir staunten vor allem über die Auslagen beim Bäcker. Wir holten uns dann auch gleich mal ein Stück Cheesecake und nachdem wir die Markthalle abgeklappert hatten, suchten wir als nächstes Ziel den Highline Park.





Schließlich fanden wir auch die Treppe, die uns auf die begrünte alte Hochbahntrasse führte und oben angekommen, machten wir erst einmal auf einer Bank in der Sonne Rast, um unseren Kuchen zu verspeisen. Wir fanden es herrlich, auf die Dächer von New York zu schauen, umgeben von viel Grün in der Sonne zu sitzen und genüsslich zu essen. Der Cheesecake hatte es in sich, war aber absolut lecker. Zum Probieren hatten wir auch ein Cannoli mitgenommen, aber das war uns irgendwie zu zimtlastig. Schließlich machten wir uns auf den Weg, den Highlinepark weiter zu entdecken und überquerten so absolut entspannt mehrere Blocks. Diese Parkanlage hat uns wirklich gut gefallen, auf der Trasse ist es weder hektisch noch laut, obwohl man trotzdem mittendrin ist. An der 30th endete dann unser gemütlicher Spaziergang und wir tauchten wieder in den New Yorker Straßenlärm ein.




Es ging weiter in Richtung 7th Avenue, mit kurzer Erfrischungspause in einem Cafe, Shoppingstopp in der Manhattan Mall und anschließender Jeanssuche bei Macys. Macys war mir zwar vorher schon ein Begriff, aber dieses riesige Kaufhaus hätte ich nicht erwartet. Um sich dort zurecht zu finden, braucht man schon fast ein Navi und das Angebot kann einen schon leicht überfordern. Petra und ich wurden zwar fündig, aber wirklich Spaß machte die Suche bei dieser Auswahl nicht. Ich bin aber auch nicht der Typ für dieses Shop-in-Shop System. Mir wird es dann schnell zu unübersichtlich und ich habe keine Lust an 10 verschiedenen Punkten nach z.B. Jeans zu suchen. Da wir kein richtiges Mittagessen hatten, knurrten nun langsam die Bäuche und für mich stand fest, dass ich noch einmal zu Shake Shack Burger muss. Leider ging es dieses Mal nicht so schnell und wir mussten uns in eine ordentliche Schlange einreihen. Irgendwann hatten wir dann endlich unsere Burger, nur leider keine gemeinsamen Plätze, weil der Laden hoffnungslos überfüllt war. Wir machten das Beste daraus und genossen diese überaus köstlichen Burger und die wirklich knusprigen Pommes. Danach deckten wir uns noch mit ein paar Kleinigkeiten im Drugstore ein und kehrten dann für eine Pause ins Hotel zurück.






Der restliche Abend stand ganz im Zeichen des Shoppings. Um ein bisschen die Füße zu schonen, nahmen wir noch einmal die Ubahn. Bei Old Navy brachte ich zuerst eine Jeans zurück, die mir dann doch nicht mehr so gefiel und dann bummelten wir durch zahlreiche Geschäfte. Bei Sketchers holten wir uns ein paar bequeme Schuhe und bei Desigual nahm ich mir noch einen tollen Schal mit. Dank des Dollarkurses, waren das auch ganz ordentliche Schnäppchen. Wir hielten uns ja wieder rund um den Times Square auf und ich muss sagen, dass mich die meisten Geschäfte dort nicht wirklich überzeugt haben. Irgendwie hatte ich gehofft, in den USA leichter Kleidung zu finden, aber die ganzen Markenläden gehen eben auch nur bis zu einer bestimmten Größe und das wird bei mir leider etwas knapp. Man muss schon genau gucken und sich Zeit nehmen, aber die fehlte uns natürlich bei diesem Kurztrip. Trotz allem ist es schon ein Erlebnis durch New York zu schlendern und auch mal andere Geschäfte als in Deutschland zu sehen. Es wurde dann recht spät, die Füße brannten und so kehrten wir müde ins Hotel zurück.