Dienstag, 23. April 2013

Einmal Times Square und zurück - Ein Spaziergang durch Manhattan

Da wir aber schon mit einem frühen Start in den Tag gerechnet hatten, verließen wir gegen 7:30 das Hotel auf der Suche nach Frühstück. Gleich um die Ecke war Lindy´s Diner, aber wir begangen den Fauxpas und suchten uns allein einen Platz, statt auf die Platzierung zu warten. Daran hatten wir in dem Moment gar nicht gedacht und die Bedienung ignorierte uns daraufhin komplett und wir entschieden uns dann spontan, woanders frühstücken zu gehen. Wir landeten schließlich im Europa Cafe und hatten ein wirklich üppiges Frühstück mit Pancakes und Ham-Egg-Sandwich. 


Gut gesättigt starteten wir dann unsere Sightseeingtour durch New York in Richtung Times Square, vorbei am Bryant Park mit Blick auf Empire State bis zur Grand Central Station. Kurz das Chrysler Building im Visier und dann ging es weiter zum Empire State Building. Dort war sehr wenig los und so waren wir schell oben und konnten den Ausblick geniessen. Ist schon gewaltig, wenn man die Straßenschluchten und die Hochhausfronten von oben betrachten kann.








Wieder auf dem Boden der Tatsachen hielten wir uns Richtung Flatiron und anschließend ging es weiter zum Washington Square Park, um dort einen kurzen Stopp einzulegen. Zur Stärkung zwischendurch gab es einen leckeren Fruchtsmoothie von Jamba Juice, ultralecker und so erfrischend.



Unser Weg führte uns dann durch Littly Italy und China Town an das Ufer des East Rivers. Vorbei an der Manhattan und Brooklyn Bridge ging es bis zum Pier 17 und von dort dann auf in den Financial District. Wir schauten uns natürlich den Bereich des World Trade Centers an und die Riesenbaustelle, am Memorial war ziemlich viel los und anstellen wollten wir uns nicht. Stattdessen machten wir einen Abstecher zu Century 21, aber die Auswahl und Anzahl der Etagen war einfach zu viel, so dass wir uns schnell wieder verkrümelten. Man muss schon gut Zeit einplanen, um dort wirklich fündig zu werden.







Wir bummelten weiter zur  Wallstreet und anschließend zum Charging Bull. Als letztes stand die Staten Island Ferry auf unserem Plan. Am Terminal war die Hölle los, umso erstaunlicher war, dass wir trotzdem direkt die nächste Fähre erwischten und sich die Leute extrem gut verteilten. Auf der Fähre war unheimlich viel Platz und jeder fand ein Plätzchen zum Fotografieren. Die Fahrt war echt schön und bietet einen wirklich fantastischen Blick auf Miss Liberty und die Skyline von Manhattan. Unglaublich, dass das komplett kostenlos ist.










Da unsere Füsse nun schon ordentlich gelitten hatte, nahmen wir für unseren Rückweg den Bus. Das klappte prima und nebenbei konnten wir auch noch ein bisschen von NY sehen.  Im Hotel gab es dann erstmal ein kaltes Fussbad und eine kurze Pause. Wir hatten ja auch einen ganz schöne Gewaltmarsch hinter uns, aber NY ist gross und wir hatten wenig Zeit. Abends ging es dann noch einmal Richtung Times Square, zum Essen bei Famiglia, bummeln und shoppen. Danach fielen wir ziemlich platt ins Bett. 

New York wir kommen

Nach über 7 Monaten Vorfreude ging es am 13.04.13 endlich Richtung Flughafen. Die Koffer waren nur mit dem Nötigsten gepackt, denn wir wollten uns ja frisch im Big Apple einkleiden. Wir waren dann natürlich viel zu früh in Tegel und mussten erst noch auf Petra warten. Als sie dann zur verabredeten Zeit eintrudelte machten wir uns direkt auf dem Weg zum Einchecken. Die Wartezeit bis zum Boarding verging wie im Fluge (was für ein Wortspiel :-) und schon saßen wir im Flieger. Platztechnisch hatten wir echt Glück, denn der Sitz neben mir blieb unbesetzt und so konnte ich mich gut ausbreiten. Petra und Rico hatten jeweils einen Platz am Gang und waren auch zufrieden. Kaum abgehoben musste ich mich erstmal mit der Technik vertraut machen. Unser Flieger war mit In-Seat Entertainment ausgestattet und so hatte man die Qual der Wahl, welchen Film man schauen wollte. Ich entschied mich dann erstmal für " The dark knight rises" und lehnte mich entspannt zurück. Es dauerte nicht lange und schon kam die Kabinencrew mit der ersten Verpflegung. Das Essen war echt lecker und ich eigentlich wollte ich danach etwas schlafen. Aber es ging einfach nicht, ich war putzmunter und zappte mich also weiter durch das Programm. Mehr als pünktlich setzten wir dann noch über 8h zur Landung an und betraten 4:00 pm amerikanischen Boden. Auf Wartezeit bei der Immigration war ich ja schon vorbereitet, aber auf die Riesenmenschenmenge, die uns dann tatsächlich erwartete nicht wirklich. Es ging im Schneckentempo voran und erst nach etwas 1,5 Stunden hatten wir es endlich geschafft. Die Fragerunde fiel kurz aus und schon standen wir am Gepäckband und suchten unsere Koffer zusammen. Schnell die ersten Dollar am Automaten gezogen und schon saßen wir im Taxi auf dem Weg nach Manhattan. Der Fahrer war sehr gesprächig und erzählte von seinen 3 Kindern und wie teuer das College wäre und wollte von uns wissen, was ein Studium in Deutschland kostet. Das Thema ließ ihn gar nicht mehr los und so haute er uns am laufenden Band Zahlen und Beträge um die Ohren. So konnten wir uns kaum auf die Stadt konzentrieren, zumal uns die Müdigkeit auch gut im Griff hatte. Trotz der Rushhour kamen wir dank kleinerer Umfahrungen gut voran und standen schließlich vor unserem Hotel.


Dank dem NY-Forum bin ich auf Hotwire aufmerksam geworden und habe wie viele andere hier das Sheraton gebucht. Das Einchecken ging ruck zuck und endlich konnten wir uns im Zimmer etwas frisch machen. Wir ergatterten zwar nur ein Zimmer auf dem 7. Stock, aber es gefiel uns wirklich gut und die Betten waren echt der Hammer. Ich freute mich schon, später darin in tiefen Schlaf zu versinken. Aber dafür war es noch zu früh und so machten wir uns kurze Zeit später auf den Weg ins Getümmel. Wir liefen die 7th bis zum Times Square runter und schoben uns Stück für Stück durch die Menschenmassen. Es ging weiter Richtung Macy´s und in einer Seitenstraße gab es dann das erste New Yorker Abendessen für uns. Wir setzten uns in eine kleine Fastfood-Pizzeria und vertilgten riesige Stücke leckerer Pizza. Gestärkt ging es dann langsam zurück zum Hotel. Mittlerweile war es 10:00 pm und wir waren seit fast 24 h auf den Beinen. Trotz extremer Müdigkeit schlief ich nicht gut und um 5:30 war die Nacht auch schon vorbei.

Montag, 1. April 2013

Hej!


Kennt Ihr eigentlich schon den größten Indoorspielplatz in Berlin, bei dem man sogar freien Eintritt hat? Er hat nicht unbedingt die üblichen Attraktionen wie Hüpfburgen oder Kletterparcours, aber er ist eine echte Alternative bei grauem Wetter oder wenn man mal nicht weiß, wie man den Tag rumbringen soll. Ich sage nur IKEA … für Kinder ein echtes Spielparadies. Emma findet die Spielwarenabteilung richtig klasse und testet bei jedem Besuch alles angebotenen Produkte auf Herz und Nieren. Wir stöbern dann entweder in der Nähe oder suchen uns ein ruhiges Plätzchen und lassen sie einfach machen. Erstaunlicherweise kann sich das Kind dort sogar weitestgehend allein beschäftigen. Selbst ein Bummel durch die einzelnen Abteilungen lässt sich mit Kind gut machen, man muss nur Zeit einplanen und immer mal wieder einen Stopp an den gelben Stationen einlegen. Das Essen ist bei Ikea auch immer eine sehr entspannte Angelegenheit, Emma wuselt im Spielbereich herum und wir können zusehen und nebenbei quatschen.

Letzte Woche war es dann soweit, dass Emma endlich das Smaland testen durfte. Sie wollte schon lange in den Spielbereich mit den großen Pilzen, allerdings müssen die Kinder dafür mindestens 3 Jahre alt sein. Diese Hürde ist ja nun geschafft und so wagten wir es tatsächlich, Emma dort abzugeben. Erst einmal mussten wir gute 20 min warten, dass überhaupt ein Platz frei wird. Ein Betreuer darf nämlich maximal 15 Kinder aufnehmen. Wir fragten sie ein paar Mal, ob sie wirklich ganz allein dort bleiben will und sie war fest von dieser Sache überzeugt. Als wir dann endlich an der Reihe waren, gab sie uns ein Abschiedsküsschen und verschwand hinter der Theke. Wir bekamen ein Telefon in die Hand gedrückt, falls etwas ist und machten uns dann auf den Weg für eine Runde durch Ikea. Nach etwa 15 min kamen wir im Kassenbereich an und schon klingelte das Telefon. Emma sei ziemlich aufgelöst und will abgeholt werden. Wir düsten natürlich sofort zum Smaland und nahmen unser weinendes Kind in Empfang. Der Betreuer meinte, dass kurz vorher noch alles ok war, aber sie dann eben doch zum Mama und Papa wollte. Emma ließ sich schnell trösten, verkündete aber sofort, dass sie nicht mehr ins Smaland will. Muss sie ja auch nicht, wir hätten sie auch wie immer mit genommen. Aber jetzt weiß sie immerhin über das geheimnisvolle Smaland Bescheid. Man muss dazu auch sagen, dass das Smaland anscheinend wirklich nur eine Art Verwahrstelle der Kinder ist. Der Betreuer war eigentlich die ganze Zeit nur damit beschäftigt, die An- und Abmeldungen vorzunehmen und hatte kaum einen Blick für die anwesenden Kinder übrig. Jedes Kind ist letztendlich auf sich gestellt und bekommt auch keinen Input, wie es die Zeit dort vielleicht am besten gestalten könnte. Ich denke, dass das Thema für uns erst einmal durch ist.