Freitag, 31. Mai 2013

Der Frühling mit unserem Sonnenschein


Eigentlich gibt es nicht viel zu berichten, aber ich dachte, es wird trotzdem mal wieder Zeit für ein kleines Update. Zumal der Geburtstag ja auch schon wieder 3 Monate her ist. Unmittelbar nach Emmas Fete standen auch schon 3 weitere Kindergeburtstage auf dem Programm. Zuerst waren wir bei Amy eingeladen und dann bei Ihren Kita-Freunden Leni und Konrad. Es ist wirklich schön zu sehen, wie unterschiedlich gefeiert wird und wie süß die Kinder miteinander umgehen. Eine tolle Erfahrung war, dass Emma zusammen mit anderen Geburtstagsgästen von Konrads Mama direkt aus der Kita abgeholt wurde und sie dann erst einmal ganz ohne Eltern feiern konnten. Emma war natürlich absolut brav und war ganz begeistert von der tollen Feier. Ich denke, dass wir das nächstes Jahr ähnlich handhaben werden.

 

Im März fand das jährliche Kita-Hotel statt und bescherte uns so einen kinderfreien Freitag. Ein bisschen mulmig war uns schon, ob die Übernachtung in der Kita klappt, aber unsere Sorge war völlig unberechtigt. Emma verbrachte eine spannende Zeit in der Kita, schlief ohne Tränen ein und weckte die Erzieherinnen als eines der ersten Kinder. Anschließend ging es noch in ein Mitmachmuseum und als Abschluss gab es ein Mittagspicknick in der Kita. Samstag gegen 14 Uhr holten wir unser gutgelauntes und aufgeregt plapperndes Kind wieder ab.



Ostern verbrachten wir entspannt in Beeskow. Karfreitag machten wir auf Wunsch von Emma spontan ein kleines Lagerfeuer. Es gab frisches Stockbrot, Glühwein und Kakao. So ließ es sich selbst bei den eher ungemütlichen Temperaturen draußen gut aushalten. Der Osterhase war mehr als fleißig und Emma hatte gut zu tun, alle Geschenke zu finden. Das größere Laufrad kam bestens an und sie flitzte viel durch die Gegend.

             

Bald darauf hieß es für uns: Abflug nach New York und für Emma Urlaub in Beeskow. Dank Oma und Opa hatten wir es tatsächlich gewagt und 5 Tage Big Apple gebucht. Umso näher der Abflug rückte, desto nervöser wurde ich, ob auch alles klappen würde. Die Maus hat zwar schon öfter mal ein paar Tage bei den Großeltern verbracht, aber jetzt waren es gleich 6 Nächte ohne uns.  Ich hatte schon ein wenig Angst, ob sie das gut verkraften würde und ob sie vor allem hinterher sehr klammern würde. Ich wusste zwar, dass sie bei meinen Eltern bestens aufgehoben ist, aber es hätte ja trotzdem irgendwas sein können und wir wären dann tausende von Kilometern entfernt gewesen. Es lief natürlich alles ohne Probleme und Emma wurde perfekt betreut. Das Wetter war während unserer Abwesenheit traumhaft und so war Emma von früh bis spät im Garten unterwegs. Nach unserer Rückreise wurden wir stürmisch in Empfang genommen, Emma berichtete von ihren Unternehmungen und fragte natürlich, ob wir ihr etwas mitgebracht haben. Danach kehrte ruckzuck der Alltag wieder ein und wir waren froh, dass alles so einfach über die Bühne gegangen war.


Im April wurde Emma dann wieder ordentlich durchgecheckt. Zuerst stand der Kontrolltermin beim Zahnarzt an, bei dem zum Glück alles in bester Ordnung war. Kurz darauf folgte die jährliche Vorsorgeuntersuchung beim Kinderarzt. Emma musste beantworten, ob sie sich schon allein an- und ausziehen kann, im Haushalt hilft, in der Kindergarten geht usw. Dann gab es einen kleinen Sehtest und ihre Maße wurden genommen. Sie wiegt jetzt auf einer Größe von 95 cm knapp 14 Kilo und hat einen Kopfumfang von 49 cm, somit passt proportional alles perfekt zusammen. Die Schwester und Ärztin waren beide total begeistert, weil sie wohl selten ein Kind erleben, welches die U7a so wunderbar mitmacht. Emma hat viel erzählt und alle gestellten Aufgaben ohne Murren erledigt, sie ist ein gesundes aufgewecktes Kind und völlig ihrem Alter entsprechend. Allerdings bekamen wir eine Überweisung zum HNO, weil wir die immer mal vorkommenden Atemaussetzer in der Nacht, das Schnarchen und das Schlafen mit offenen Mund angesprochen hatten. Diesen Termin haben wir jetzt gerade hinter uns und leider mit nicht so guten Nachrichten. Ihre Mandeln sind stark vergrößert und bereiten dadurch die Probleme, zusätzlich behindern auch die Rachenpolypen die nächtliche Atmung. Die Ärztin hat uns direkt eine Einweisung fürs Krankenhaus mitgegeben, weil beides entfernt werden soll. Anfang September geht’s dann also zur OP ins Krankenhaus Friedrichshain. Dort wird dann noch einmal genau besprochen, was gemacht wird und wie lange alles dauern wird. Emma haben wir natürlich noch nichts gesagt, es macht ja keinen Sinn, sie jetzt schon damit zu belasten. Wir sind natürlich alles andere als begeistert und machen uns Sorgen, aber wahrscheinlich lässt sich dadurch auch erklären, warum Emma immer so eine schlechte Schläferin war.



In der Woche über Himmelfahrt hatte die Kita zu und Emma blieb von Montag bis Mittwoch bei Oma und Opa. Das war wieder gar kein Problem und mit Eis-essen, schwimmen und draußen toben war die Zeit ruckzuck um. Donnerstag ging es dann schon vor dem Aufstehen mit der Bahn Richtung Aschaffenburg. Wir waren nämlich bei Nele, Jacqueline und Torsten eingeladen, die wir letztes Jahr im Türkei-Urlaub kennengelernt hatten. Obwohl Emma schon nach wenigen Minuten fragte, wann wir endlich da sind, verging die Zugfahrt relativ schnell. Bücher anschauen, naschen, die 1. Klasse entdecken und Quatsch machen und schon waren 4 Stunden um. In Hanau hatten wir eine halbe Stunde Aufenthalt bevor es dann nach Aschaffenburg weiterging. Dort schwächelte Emma schließlich, die ja auch schon seit 4:15 Uhr wach war und schlief in Mamas Armen ein. Lange währte das nicht, denn schon waren wir in Aschaffenburg angekommen und wurden von unseren Freunden in Empfang genommen. Leider verstanden sich die Mädels nicht so gut wie gedacht und so waren die Tage teilweise recht anstrengend. Aber wir machten natürlich das Beste daraus und genossen vor allem die Zeit, wenn die Kinder im Bett waren :-) Nach Darmstadt machten wir auch einen kleinen Abstecher, um Franzi und Luis zu besuchen. Emma war ganz begeistert von dem Baby und erzählt noch heute, wie klitzeklein er doch ist.



Ansonsten ist Emma weiterhin ein aufgewecktes, fröhliches kleines Mädchen und macht uns viel Freude. Sie hat immer wieder neue Ideen, quatscht den ganzen Tag, erklärt uns die Welt und bringt uns ständig zum Lachen. Rollenspiele sind weiterhin absolut ihr Ding, alle Alltagssituationen werden dabei berücksichtigt und mir ist mittlerweile auch klar, warum sie sich schwer allein beschäftigen kann. Rollenspiele lassen sich einfach schlecht allein umsetzen, also müssen Mama oder Papa eben herhalten. Deshalb sind Spielbesuche immer sehr praktisch. Egal, ob wir Kinder zu Besuch haben oder bei anderen eingeladen sind. Meistens klappt es ganz gut und die Kinder beschäftigen sich wirklich miteinander, so dass die Erwachsenen mal etwas Ruhe haben. Motorisch ist sie absolut fit - sie schlägt Purzelbäume ohne Ende, hüpft auf einem Bein und das sogar rückwärts oder turnt wie wild auf ihrem geliebten Trampolin. Wenn sie losflitzt hat man schon fast Mühe, sie einzuholen. Auch Treppen steigt sie in einem Affenzahn und alles was man um die Wette machen kann, begeistert sie. Sie will jetzt zwar immer öfter ihren Kopf durchsetzen, aber meistens kann man alles mit Kompromissen oder Ablenkung regeln. Das kostet zwar immer Kraft, aber gehört nun einmal zur Entwicklung dazu. Im Großen und Ganzen ist sie aber schon ein Sonnenschein.

Goodbye Big Apple

Mittwoch starten wir nun in die letzten Stunden New York. Erstmal ging es wie üblich zum Frühstück, dieses Mal entschieden wir uns für ein All-you-can-eat Buffet. Ich fand es nur mittelmäßig, aber wir waren gut gestärkt für den Tag. Ein letztes Mal machten wir uns auf zum Times Square. Einige Souvenirs wollten noch gekauft werden und so stöberten wir durch die zahlreichen Krimskramsläden. Für Petra machten wir noch einen Abstecher zu Sketchers, aber das richtige war für sie nicht dabei. Langsam wurde es Zeit für den Checkout und so packten wir im Hotel die letzten Sachen und begaben uns zur Rezeption. Dort waren wir in wenigen Minuten fertig und wir lagerten die Koffer im Gepäckraum ein. Danach bewegten wir uns über die 7th bis hin zum Central Park. Unterwegs holten wir uns alle noch ein leckeres Sandwich, welches dann gemütlich im Park verspeist wurde. Das war der perfekte Ausklang für 3 spannende Tage. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg, lösten unser Gepäck aus und nahmen uns ein Taxi zum Flughafen.



Die Fahrt verlief ohne Staus und wir waren schnell am Flughafen. Das dortige Einchecken verlief unspektakulär, wir gaben die letzten Dollar für Süßigkeiten aus und schon war Zeit fürs Boarding. Wir bekamen eine 3er Reihe im hinteren Teils des Flugzeugs, welches noch zahlreiche freie Plätze aufwies. Das erwies sich als großer Vorteil, denn Ricos Sitz klappte immer von allein nach hinten und so war es praktisch, dass er auf eine freie Reihe umziehen konnte. Petra und ich hatten dadurch natürlich auch mehr Platz und machten es uns so bequem es eben beim Fliegen geht. Die Zeit verging mit Essen und Fernsehen wieder ruck zuck und hätte der Typ hinter mir sich nicht beim Aufstehen auf meinen Sitz aufgelehnt, hätte ich sogar prima schlafen können. Gegen 4 Uhr morgens war ich endlich mal eingeschlafen und dann wurde ich durch diese blöde Aktion wieder auf dem Schlaf gerissen. Wir landeten pünktlich, holten unser Gepäck, verabschiedeten Petra und suchten uns ein Taxi. Punkt 9 Uhr waren wir zuhause, räumten im Eiltempo unsere Koffer aus und nahmen nur 20 min später Emma in Empfang. Die Maus freute sich natürlich riesig, dass Mama und Papa endlich wieder da waren und fragte auch gleich, ob wir ihr was mitgebracht haben. Bei Oma und Opa hatte zum Glück alles bestens geklappt und dank dem schönen Wetter waren sie von früh bis spät im Garten unterwegs. Nachdem sie erst einmal 2 Stunden nicht von meiner Seite wich, legte sich das aber wieder und es kehrte im Handumdrehen wieder Normalität sein. Dauerbespaßung mit Jetleg ist zwar kein Vergnügen, aber darauf nehmen Kinder nunmal keine Rücksicht, schon gar nicht, wenn Mama und Papa so vermisst wurden. Wir hatten auf jeden Fall eine tolle Reise und ich bin mir sicher, dass wir New York irgendwann noch einmal besuchen werden.

Käsekuchen über den Dächern von NY


Der Dienstag verlief dann etwas ruhiger und entspannter. Wir stärkten uns mit einem Creamcheesebagel in einem Deli gleich um die Ecke vom Hotel und gingen dann zur Ubahn. Ich muss zugeben, dass ich schon etwas über den Zustand schockiert war. Im Gegensatz zur Berliner Ubahn sind die Bahnsteige in New York ganz schön runtergekommen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man da von einem gewissen Charme sprechen kann oder ob es einfach nur abgeranzt aussieht. Jedenfalls hatten wir das System schnell verstanden und nahmen eine Bahn Richtung Chelsea. Dort schlenderten wir dann gemütlich zum Chelsea Market. Das alte Fabrikgebäude mit den verschiedenen kleinen Läden gefiel uns richtig gut und wir staunten vor allem über die Auslagen beim Bäcker. Wir holten uns dann auch gleich mal ein Stück Cheesecake und nachdem wir die Markthalle abgeklappert hatten, suchten wir als nächstes Ziel den Highline Park.





Schließlich fanden wir auch die Treppe, die uns auf die begrünte alte Hochbahntrasse führte und oben angekommen, machten wir erst einmal auf einer Bank in der Sonne Rast, um unseren Kuchen zu verspeisen. Wir fanden es herrlich, auf die Dächer von New York zu schauen, umgeben von viel Grün in der Sonne zu sitzen und genüsslich zu essen. Der Cheesecake hatte es in sich, war aber absolut lecker. Zum Probieren hatten wir auch ein Cannoli mitgenommen, aber das war uns irgendwie zu zimtlastig. Schließlich machten wir uns auf den Weg, den Highlinepark weiter zu entdecken und überquerten so absolut entspannt mehrere Blocks. Diese Parkanlage hat uns wirklich gut gefallen, auf der Trasse ist es weder hektisch noch laut, obwohl man trotzdem mittendrin ist. An der 30th endete dann unser gemütlicher Spaziergang und wir tauchten wieder in den New Yorker Straßenlärm ein.




Es ging weiter in Richtung 7th Avenue, mit kurzer Erfrischungspause in einem Cafe, Shoppingstopp in der Manhattan Mall und anschließender Jeanssuche bei Macys. Macys war mir zwar vorher schon ein Begriff, aber dieses riesige Kaufhaus hätte ich nicht erwartet. Um sich dort zurecht zu finden, braucht man schon fast ein Navi und das Angebot kann einen schon leicht überfordern. Petra und ich wurden zwar fündig, aber wirklich Spaß machte die Suche bei dieser Auswahl nicht. Ich bin aber auch nicht der Typ für dieses Shop-in-Shop System. Mir wird es dann schnell zu unübersichtlich und ich habe keine Lust an 10 verschiedenen Punkten nach z.B. Jeans zu suchen. Da wir kein richtiges Mittagessen hatten, knurrten nun langsam die Bäuche und für mich stand fest, dass ich noch einmal zu Shake Shack Burger muss. Leider ging es dieses Mal nicht so schnell und wir mussten uns in eine ordentliche Schlange einreihen. Irgendwann hatten wir dann endlich unsere Burger, nur leider keine gemeinsamen Plätze, weil der Laden hoffnungslos überfüllt war. Wir machten das Beste daraus und genossen diese überaus köstlichen Burger und die wirklich knusprigen Pommes. Danach deckten wir uns noch mit ein paar Kleinigkeiten im Drugstore ein und kehrten dann für eine Pause ins Hotel zurück.






Der restliche Abend stand ganz im Zeichen des Shoppings. Um ein bisschen die Füße zu schonen, nahmen wir noch einmal die Ubahn. Bei Old Navy brachte ich zuerst eine Jeans zurück, die mir dann doch nicht mehr so gefiel und dann bummelten wir durch zahlreiche Geschäfte. Bei Sketchers holten wir uns ein paar bequeme Schuhe und bei Desigual nahm ich mir noch einen tollen Schal mit. Dank des Dollarkurses, waren das auch ganz ordentliche Schnäppchen. Wir hielten uns ja wieder rund um den Times Square auf und ich muss sagen, dass mich die meisten Geschäfte dort nicht wirklich überzeugt haben. Irgendwie hatte ich gehofft, in den USA leichter Kleidung zu finden, aber die ganzen Markenläden gehen eben auch nur bis zu einer bestimmten Größe und das wird bei mir leider etwas knapp. Man muss schon genau gucken und sich Zeit nehmen, aber die fehlte uns natürlich bei diesem Kurztrip. Trotz allem ist es schon ein Erlebnis durch New York zu schlendern und auch mal andere Geschäfte als in Deutschland zu sehen. Es wurde dann recht spät, die Füße brannten und so kehrten wir müde ins Hotel zurück.

Freitag, 17. Mai 2013

Von Äpfeln, Eichhörnchen und Burgern


Der nächste Tag begann wieder früh und schon 8:00 am waren wir zum Frühstück unterwegs. Dieses Mal ging es schnurstracks zu Applebee´s und wir rannten auch nicht blind am Kellner vorbei, sondern ließen uns anständig einen Platz zuweisen. Wir fanden es sehr gemütlich und mein American Cheese Sandwich war echt lecker. Die Breakfastpotatoes fand ich erst sehr ungewöhnlich um diese Uhrzeit, aber sie schmeckten erstaunlich gut. Kaffee und Tee waren inklusive und so waren wir echt zufrieden. Danach schlenderten wir gemütlich Richtung 5th. Auf dem Weg passierten wir das Rockefeller Center, aber leider war der Platz davor komplett mit Zelten eingepackt, weil wohl irgendeine Veranstaltung anstand. Dann ging es vorbei am Trump Tower direkt zum Apple Store. Da wir selbst bekennende Apple-User sind, mussten wir wenigstens einen Blick reinwerfen. Außerdem passte es ganz gut, dass dort Wlan zur Verfügung stand und wir uns schnell mit der Heimat in Verbindung setzen konnten. Direkt daneben lachte uns schon FAO Schwartz an. Ich fand den Laden echt klasse, er war nicht so überladen, sondern alles war klar präsentiert und hübsch dekoriert. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind und freute mich über die Riesenkuscheltiere und die Legoecke. Da wir Emma zuhause bei Oma und Opa gelassen hatten, mussten wir natürlich noch nach einem kleinen Geschenk suchen und wurden schließlich fündig. Die mitgebrachten Badewannenstifte kamen auch bestens an.





Jetzt war Zeit, sich mal bei Abercrombie & Fitch umzusehen. Rico liebt den Duft und er wollte natürlich vor Ort eine Flasche mitnehmen. Wir mussten auch tatsächlich kurz anstehen, ehe wir reingelassen wurden. Ich hatte zwar schon von der Firmenpolitik gehört, aber so live war das echt eine Erfahrung. Es donnerte wahnsinnig laute Musik aus den Boxen, dazu umgab uns eine benebelnde Parfumwolke und Licht war nur spärlich vorhanden. Da eh klar war, dass wir in unserer Größe dort nichts finden, schauten wir einmal durch die Etagen, schnappten uns das gesuchte Parfum und gingen zu den Kassen. Da ging es nur schleppend voran und die Mitarbeiter taten mir echt leid. Wenn man nach einem Arbeitstag den Store verlässt, ist man wahrscheinlich blind, taub und hat seinen Geruchssinn verloren. Erschreckend war, dass tatsächlich Familien mit Buggys im Laden unterwegs waren, ich frage mich echt, wie man seinen Kindern so etwas antun kann.

Anschließend machten wir uns auf dem Weg zum Central Park. Da wir schon wieder eine Weile unterwegs waren, suchten wir uns erstmal eine Bank für eine kurze Rast. Lustigerweise lief gerade in diesem Moment Heike Makatsch mit ihren Kindern vorbei.  Danach kamen wir direkt am Zoo vorbei und konnten sogar im Vorbeigehen einen Blick auf die Seehunde erhaschen. Es dauerte nicht lange und da entdeckten wir auch schon das erste Eichhörnchen. Die kleinen lustigen Tierchen begegneten uns eigentlich an jeder Ecke und es machte immer wieder Spass, ihnen bei der Futtersuche zuzusehen. In Höhe des Guggenheim Museums verließen wir den Park für einen kurzen Fotostopp. Ausserdem holten wir uns zum Mittagessen eine Brezel und etwas zu trinken. Am Wasserreservoir ließen wir es uns schmecken und ruhten unsere Füße etwas aus. Dabei konnten wir jede Menge Jogger beobachten, die unermüdlich ihren Runden zogen. Wir zogen es vor, die Sonne zu genießen. Nach unserem kleinen Mittagessen machten wir uns gemächlich an den Rückweg durch den Park. Wir bewegten uns dann Richtung 3th und machten einen Abstecher zu Bloomingdales, aber das war einfach zuviel Luxus für uns Durchschnittsbürger. In unmittelbarer Nähe entdeckten wir dann Victorias Secret und GAP und wir nutzten die Gelegenheit, um dort durchzubummeln.







Dann ging es zurück zum Hotel -  kurze Pause, Füße kühlen, frisch machen und danach stiefelten wir schon wieder Richtung Times Square los. Etwas merkwürdig an diesem Tag war das riesige Polizeiaufgebot dort, aber zu diesem Zeitpunkt wußten wir noch nichts von den Ereignissen in Boston. Wir schlenderten einfach ein bisschen durch die Gegend und kamen irgendwann bei Shake Shack Burger vorbei. Eigentlich wollten wir bei Bubba Gump zu Abend essen, aber ein Burger kann ja nicht schaden und da gerade keine Schlange vor dem Laden war, ging ich rein. Ich konnte auch direkt meinen Burger und Pommes bestellen. Ich bekam den Piepser und harrte nun der Dinge. Endlich schlug das Ding Alarm und ich konnte meine Bestellung abholen. Schon nach meinem ersten Bissen war ich hin und weg und total geflasht. Der Burger war super saftig und das Fleisch schmeckte einfach gigantisch. Absolut kein Vergleich zu unseren Fastfoodketten, statt einem tiefgefrorenen Burgerpatty hatte man dort richtig gutes Fleisch zwischen den Brötchenhälften. Rico und Petra wollten sich vor unserem eigentlichen Abendessen nicht den Bauch vollschlagen und so schwebte nur ich im Burgerhimmel.



Schließlich machten wir uns auf zu Bubba Gump Shrimps, auch dort hatten wir Glück und mussten nicht lange auf ein Plätzchen warten. Unsere Kellnerin erklärte uns in einem atemberaubenden Tempo die Speise- und Getränkekarte und gab uns dann Zeit, unsere Drinks aussuchen.  Das Angebot überforderte uns auf den ersten Blick heillos, aber schließlich entschied sich Petra für ein Bier und Rico und ich für den Mango-Mojito. Das Restaurant hat sich ja voll und ganz dem Thema Forrest Gump verschrieben und so konnte man überall immer wieder lustige Details aus dem Film entdecken. Es dauerte nicht lange und schon kamen die wirklich leckeren Getränke. In der Zwischenzeit suchten wir uns dann auch das Essen aus und als kleinen Zeitvertreib veranstaltete die Kellnerin mit uns ein Quiz zum Film. Wir schlugen uns tapfer und gewannen einige Bonbons :-) Wir hatten einen Platz direkt am Fenster und so konnten wir das Treiben am Times Square beobachten. Außerdem hatten wir direkten Blick auf eine der großen Leinwände, wo gerade die aktuellen News liefen. Somit waren wir dann auch über das schreckliche Attentat beim Bostoner Marathon im Bilde. Immer wieder in Zeitlupe die Explosion in der Menschenmenge zu sehen und zeitgleich das Polizei- und Presseaufgebot am Times Square, war schon etwas beunruhigend. Irgendwie wurde einem dann schon stark bewußt, dass gerade New York gerne mal in den Fokus von Terror und Anschlägen gerät. Eine gute Ablenkung waren dann unsere großen Portionen Shrimps, die bald serviert wurden. Wir stopften uns also mit Meeresgetier voll und ließen es uns gutgehen. Nach dem Essen stand noch ein bisschen Shopping auf dem Programm und irgendwann fielen wir dann müde ins Hotelbett.